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Wer als Freiberufler:in regelmäßig Einnahmen auf der Plattform Fiverr.com erzielt, muss diese selbstverständlich versteuern. Allerdings gibt es aus steuerrechtlicher Sicht dabei einige Stolperfallen, die du beachten solltest, damit es in den Folgejahren nicht zu Problemen mit dem Finanzamt wegen deines Fiverr-Einkommens kommt.
Schritt 1 – Buchhaltung bei Fiverr-Einnahmen
Zunächst musst du dokumentieren, welche Einnahmen du auf Fiverr überhaupt erzielt hast, damit du diese später in deiner Steuererklärung angeben kannst. Die Buchhaltung ist also das A und O, um gegenüber deinem Finanzamt zu beweisen, dass du deine Fiverr-Einnahmen ordnungsgemäß und vollständig versteuert hast.
Fiverr bietet leider keine klassischen „Kontoauszüge“ an, die du als Einkommensnachweis dem Finanzamt einfach vorlegen könntest.
Laut Website des Dienstleisters kannst du dir jedoch eine jährliche Verdienstbescheinigung ausstellen lassen.
Du kannst auch einzelne Rechnungen für deine Fiverr-Einnahmen erstellen und diese als Nachweis für die Steuerbehörde nutzen, um deine Einnahmen korrekt zu deklarieren.
Hinweis: Die Verdienstbescheinigung, die Fiverr dir auf Anfrage ausstellt, kann nur für jeweils abgeschlossene Geschäftsjahre (z. B. Januar 2023 bis Dezember 2023) ausgestellt werden und nicht für kürzere Zeiträume oder einzelne Monate.
Du kannst außerdem eine Gewinn- und Verlustrechnung in deinem Profil herunterladen. Der Download funktioniert folgendermaßen:
Logge dich in deinem Profil ein und klicke auf Einnahmen > Gewinn- und Verlustrechnung erhalten.
Wähle den passenden Zeitraum aus, den du benötigst (Monat und Jahr).
Lade den Auszug herunter.
Eine weitere Empfehlung für dich als Fiverr-Seller ist, deine monatlichen Einnahmen sehr sorgfältig zu dokumentieren:
Erstelle monatlich einen Screenshot von deinem Benutzerprofil mit den Einnahmen aus dem jeweiligen Monat (gemeint sind die „Cleared Earnings“).
Exportiere monatlich deine Einnahmenübersicht als CSV-Datei und archiviere auch die E-Mail, in der dir Fiverr die CSV-Datei zuschickt.
Wenn du Fiverr-Rechnungen für deine verdienten Einnahmen ausstellen willst, sind alle dafür notwendigen Daten inklusive der Firmennummer auf der Website des Anbieters hinterlegt. Du kannst die Rechnungen sowohl physisch als auch per Mail an das Support-Team senden.
Schritt 2 – Einkommensteuer: Freiberufler oder Gewerbetreibender?
Wenn du deine Fiverr-Einnahmenausreichend dokumentiert hast, musst du diese natürlich in deiner jährlichen Einkommensteuererklärung angeben. Dabei stellt sich die Frage: Handelt es sich eigentlich um Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit (§ 18 EStG) oder um Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG)?
➡️Einkommensteuererklärung einreichen mit Accountable
Diese Frage ist deshalb relevant, weil diese Unterscheidung zu unterschiedlichen Pflichten führt. Wenn du nämlich gar kein:e Freiberufler:in (§ 18 EStG), sondern Gewerbetreibende:r (§ 15 EStG) bist, hat das beispielsweise zur Folge:
Du musst zusätzlich zur Einkommensteuererklärung auch eine Gewerbesteuererklärung abgeben und Gewerbesteuern zahlen, wenn dein Gewerbeertrag 24.500 EUR übersteigt. Bitte beachte, dass damit aber nicht nur deine Fiverr-Einnahmen gemeint sind, sondern alle deine jährlichen Einkünfte aus deiner selbstständigen – gewerblichen – Tätigkeit.
Schon zu Beginn deiner Tätigkeit ist eine Gewerbeanmeldungerforderlich, d.h. Pflichtmitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer mit entsprechenden Pflichtbeiträgen.
Ab einem Gewinn von mehr als 60.000 EUR (gemeint sind alle deine Einkünfte aus allen Einkommensquellen), unterliegst du der Bilanzierungspflicht und kannst nicht mehr von der erleichterten Einnahmen-Überschuss-Rechnung Gebrauch machen.
💡Tipp von Accountable: Wir erklären dir die wichtigsten Anlagen in der Einkommensteuererklärung.Kritische Grenzfälle sind beispielsweise Designer:innen, Filmhersteller:innen, Fotograf:innen, Grafiker:innen, Künstler:innen, Musiker:innen – also gerade solche die typischerweise ihre Dienstleistungen auf Fiverr anbieten.
Steht bei diesen Tätigkeiten die geistige, schöpferische Arbeit im Vordergrund, handelt es sich um eine freiberufliche Tätigkeit, für die zwar keine Gewerbesteuerpflicht besteht, jedoch die Umsatzsteuer und die Einkommensteuer berücksichtigt werden müssen.
Hier können erstellte Fiverr-Rechnungen dabei helfen, die Einnahmen ordnungsgemäß zu dokumentieren und zu versteuern.
Im Einzelfall ist die Abgrenzung zur gewerblichen Tätigkeit aber durchaus schwierig. Hier ist es ratsam sich frühzeitig Rechtsrat einzuholen und konkret für den individuellen Einzelfall bestimmen zu lassen, inwieweit Handlungsbedarf besteht und welche Rechtsfolgen sich im konkreten Einzelfall aus der unterschiedlichen Einordnung ergeben.
➡️Freiberufler:in oder Gewerbe? Wir klären auf!
Schritt 3 – Sind meine Fiverr-Einnahmen umsatzsteuerpflichtig?
Die aktuell schwierigste Frage ist aus meiner Sicht, ob Fiverr-Einnahmen der deutschen Umsatzsteuer unterliegen oder nicht. Diese Frage ist vor allem für die Seller auf Fiverr relevant, die nicht mehr als „Kleinunternehmende“ im Sinne des Umsatzsteuergesetzes registriert sind und deshalb Umsatzsteuervoranmeldungen und eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben müssen.
Warum? Egal ob Freiberufler:in oder Gewerbetreibende:r: Auf Umsätze, die du in Deutschland erzielst, musst du immer die jeweils geltende gesetzliche Umsatzsteuer aufschlagen, einnehmen und schließlich an das Finanzamt über die Umsatzsteuervoranmeldung abführen.
Bei Fiverr stellt sich nun aus steuerrechtlicher Sicht das Problem, dass du selbst als „Seller“ gar keine Rechnungen ausstellst. Du kannst den „Buyer“ auf Fiverr oftmals gar nicht identifizieren, d. h. du weißt nicht, in welchem Land dein:e Kund:in seinen oder ihren Geschäftssitz hat.
Unter anderem deshalb bin ich derzeit der Rechtsauffassung, dass der Leistungsempfänger Fiverr selbst ist und nicht etwa die Buyer. Im Ergebnis würde das dazu führen, dass die Fiverr-Einnahmen „umsatzsteuerfrei“ sind, weil sie im Drittland (Israel) erzielt werden. Wenn du Fiverr-Rechnungen erstellst, müsstest du also keine Umsatzsteuer ausweisen.
Allerdings muss ich deutlich sagen, dass sich diese Rechtsauffassung noch ändern kann, weil aktuell in der Rechtsprechung gerade diese Frage offen ist – nämlich wer bei Internetplattformen wie Fiverr die Umsatzsteuer schuldet und wie das in der Steuererklärung abgebildet werden soll.
Sehr ausführlich bin ich auf diese Problematik in meinem Blogbeitrag „Fiverr & die Umsatzsteuer: Sind Fiverr-Einnahmen umsatzsteuerpflichtig?“ eingegangen.
Daher sollten in jedem Fall einige Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Umsatzsteuererklärung getroffen werden, damit es nicht Jahre später zu hohen Umsatzsteuernachzahlungen für Fiverr-Seller kommt.
➡️Umsatzsteuer: Wann gelten für Selbstständige welche Umsatzsteuersätze?
Wenn du diese hier dargestellten Schritte beachtest, erfüllst du in ausreichendem Maße deine steuerlichen Pflichten als aktiver Fiverr-Seller. Aber bitte beachte, dass Blogbeiträge wie dieser eine individuelle Rechtsberatung nie ersetzen können, weil es immer auch auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalles ankommt.
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Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
Ich habe noch nie ein Finanzprogramm benutzt, das so zuverlässig, treffsicher und genau die Belege automatisiert ausliest. Einfach super. Die Buchung der einzelnen Vorgänge geht damit in Windeseile – und wenn mal eine Fall nicht ganz klar ist, hilft die KI und der Chatbot super weiter. Die automatischen Vorschläge zur Belegzuordnung sind auch für den absoluten Laien perfekt verständlich. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich noch nie so schnell die Belegerfassung erledigt hatte. Ich pflege gerade die letzten Monate ein und bin damit ruckzuck durch.
Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann