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Selbstständig machen als Grafikdesigner – so geht’s

Aktualisiert am
Lesezeit 4 minuten

Grafikdesign ist eine beliebte Möglichkeit, um in die Selbstständigkeit zu starten. Wenn du auch am Überlegen bist, dich als Grafikdesigner selbstständig zu machen, dann solltest du jetzt weiterlesen, denn auf dieser Seite findest du allerhand hilfreiche Informationen dazu, was du bei der Anmeldung beachten solltest, wie viel du verdienen kannst und welche Steuerpflichten du als selbstständiger Grafikdesigner kennen solltest. 

Inhaltsverzeichnis

Wie werde ich Grafikdesigner?

Es gibt viele Möglichkeiten, im Bereich des Grafikdesigns Fuß zu fassen. Eine Option ist eine entsprechende Ausbildung, zum Beispiel als Mediengestalter*in. Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch diverse Studiengänge, die sich gezielt mit Grafikdesign beschäftigen.

Allerdings musst du nicht zwingend eine entsprechende Ausbildung abschließen, um erfolgreich als Grafikdesigner zu arbeiten. Wenn dich das Thema interessiert und du viel Erfahrung in dem Bereich mitbringst, kannst du auch ohne eine vorherige Berufsausbildung als Grafikdesigner tätig sein.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Online-Kurse und Tutorials, die dich bei dem Verfeinern deiner grafischen Fähigkeiten unterstützen. Denn wie heißt es so schön: Übung macht den Meister.

Wie viel verdienen Grafikdesigner?

Was du als selbstständiger Grafikdesigner am Ende des Monats auf dem Konto hast, hängt von vielen Variablen ab. Je mehr Erfahrung und Arbeitsproben du aufweisen kannst, desto höher kann natürlich auch dein Tages- oder Stundensatz sein. Wenn du jedoch noch ein Einsteiger bist und noch nicht so viele Projekte abgeschlossen hast, wirst du wahrscheinlich mit einem geringeren Stundenlohn rechnen müssen.

Deswegen solltest du noch vor dem Start in die Selbstständigkeit am besten eine Auflistung machen, welche laufenden Kosten du decken musst und welche Betriebsausgaben als Grafikdesigner auf dich zukommen. Diese Übersicht dient dann als Grundlage für die Berechnung des Stundenlohns, den du mindestens bekommen musst, damit sich deine Arbeit für dich lohnt. 

➡️ Erste Schritte zur Selbstständigkeit Teil 1: Das solltest du vor dem Start wissen

Sind Grafikdesigner freiberuflich oder ein Gewerbe?

Eine grundlegende Frage, die du bei der Anmeldung deiner Selbstständigkeit berücksichtigen musst, ist, ob du mit deinem Grafikdesign-Business als ein Freiberufler giltst oder aber ein Gewerbe betreibst.

Diese Unterscheidung ist nämlich ausschlaggebend für deinen Anmeldungsprozess. Als Freiberufler reicht es, wenn du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllst, wohingegen du als Gewerbetreibende*r noch zusätzlich einen Gewerbeschein beantragen und nach Aufnahme deiner selbstständigen Tätigkeit auch Gewerbesteuer zahlen musst.

Bei Grafikdesignern kommt es dabei darauf an, ob sie eher handwerklich oder künstlerisch tätig sind. Wenn du beispielsweise Prospekte für Unternehmen gestaltest und dabei so gut wie keine inhaltliche Gestaltungsfreiheit hast, giltst du eher als Gewerbe. Wenn du jedoch kreative Flyer oder Websites entwirfst, bist du wahrscheinlich eher ein Freiberufler. 

Die genaue Entscheidung kann hier allerdings durchaus Auslegungssache sein und wenn du dir nicht sicher bist, solltest du dich am besten direkt mit deinem Finanzamt in Verbindung setzen.

➡️ Kann ich Freiberufler und Gewerbetreibender gleichzeitig sein? 

Kann ich als Grafikdesigner Kleinunternehmer sein?

Wenn du zu Beginn deiner Selbstständigkeit deinen buchhalterischen Aufwand so gering wie möglich halten möchtest, dann hast du die Möglichkeit, von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch zu machen.

Als Kleinunternehmer*in bist du nämlich von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit und musst diese damit nicht auf deinen Rechnungen ausweisen – und auch keine regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen einreichen. Somit hast du weniger steuerlichen Aufwand und kannst dich erstmal auf die Etablierung deiner Selbstständigkeit konzentrieren.

Allerdings darfst du als Kleinunternehmer*in bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, ansonsten fällst du automatisch wieder zurück in die Regelbesteuerung.

➡️ Von Kleinunternehmer zu Regelbesteuerung wechseln -so geht’s

Kann ich als Grafikdesigner in die Künstlersozialkasse?

Wenn du dich selbstständig machst, musst du dich auch selbst um deine gesundheitliche Absicherung kümmern. Das doofe daran ist, dass du auf einmal selbst den Arbeitgeber Anteil einzahlen musst, also höhere Beiträge auf dich warten.

Die Künstlersozialkasse (KSK) hilft Selbstständigen aus künstlerischen Bereichen allerdings bei genau diesem Problem: Wenn du als Mitglied aufgenommen wirst, zahlt die KSK die Arbeitgeberbeiträge für dich. 

Allerdings kann nicht jeder Selbstständige auch Mitglied in der KSK werden. Vielmehr ist die Mitgliedschaft freischaffenden Künstlern und Publizisten vorbehalten. Falls du mit deiner Grafikdesign Tätigkeit jedoch in den Bereich der freien Berufe fällst, kannst du auf jeden Fall Mitglied in der KSK werden. Tatsächlich gilt die KSK in diesem Fall sogar als Pflichtversicherung für dich.

➡️ Mehr als nur eine Krankenkasse für Freiberufler: die Künstlersozialkasse

Was sind meine Steuerpflichten?

Als Selbstständige*r kommen ein paar neue Steuerpflichten auf dich hinzu. Du musst nämlich neben deiner jährlichen Einkommensteuererklärung auch eine offizielle Gewinnermittlung vorlegen, also dem Finanzamt klar aufzeigen, wieviel du verdient und welche Ausgaben du für deine Selbstständigkeit gehabt hast. Das erfolgt in der Regel über die Einnahmenüberschussrechnung, EÜR abgekürzt. 

➡️ So funktioniert die Einnahmenüberschussrechnung

➡️ Einkommensteuer für Selbstständige – Wie viel Steuern muss ich zahlen?

Falls du außerdem kein*e Kleinunternehmer*in bist, musst du zusätzlich eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben sowie regelmäßig in Umsatzsteuervoranmeldungen dem Finanzamt melden, wie viel Umsatzsteuer du über deine Rechnungen eingenommen und auch für Betriebsausgaben ausgegeben hast.

➡️ Umsatzsteuer als Freiberufler: alles was du wissen musst

💡 Tipp von Accountable: Mit unserer kostenlosen App kannst du ganz einfach deine Buchhaltung organisieren und alle deine Einnahmen und Ausgaben festhalten. So hast du stets eine Übersicht über deine Einkünfte und kannst ganz einfach herausfinden, wie hoch deine Umsätze und Gewinne waren. 

Was kann ich von der Steuer absetzen?

Als selbstständiger Grafikdesigner wirst du sicherlich auch die ein oder andere Ausgabe haben, die du machen musst, um erfolgreich zu arbeiten. Dazu gehören bei Grafikdesignern wahrscheinlich oft Lizenzen für die Nutzung von professioneller Design Software, aber auch typische Arbeitsmittel wie Papier zum Drucken von Entwürfen oder die Kosten für ein Arbeitshandy.

Diese sogenannten Betriebsausgaben kannst du von der Steuer absetzen und so deine ausstehende Steuerlast mindern. 

➡️ Hier findest du alle Infos dazu, wie du diese Kosten von der Steuer absetzen kannst

Wie mache ich mich als Grafikdesigner selbstständig?

Wenn du jetzt als Grafikdesigner durchstarten möchtest, musst du dich nur noch offiziell als selbstständig anmelden, denn um Rechnungen schreiben zu können, benötigst du eine Steuernummer für deine selbstständige Tätigkeit.

Diese Nummer erhältst du vom Finanzamt, nachdem du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt hast. Über dieses Formular gibst du den Behörden nämlich Bescheid, dass du ab sofort eine selbstständige Tätigkeit aufnimmst. Nach Erhalt deiner Steuernummer, was je nach Behörde etwa zwei bis vier Wochen dauern kann, kannst du dann direkt mit deiner neuen Arbeit loslegen.

💡 Tipp von Accountable: Du kannst den Fragebogen ganz einfach online bei uns auf der Seite ausfüllen und abschicken. Dabei stehen dir unsere Ausfüllhilfen zur Verfügung und über eine sichere Schnittstelle werden alle Informationen direkt an das Finanzamt übermittelt. Also, worauf wartest noch? Mach dich jetzt selbstständig!

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So kannst du Accountable für deine Steuern nutzen

Tino Keller, Geschäftsführer & Gründer von Accountable Germany
Tino Keller, Geschäftsführer & Gründer von Accountable Germany

Tino hat bereits zwei Unternehmen aufgebaut und kennt daher die Herausforderungen für Selbständige aus erster Hand. Mit Accountable will das Thema Steuern lösen.
Ansonsten freut sich Tino über die gelegentlichen Siege des 1. FC Köln und genießt gerne ein schönes Asado mit einem Glas Malbec im Kreis von Familie und Freunden.

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