Du hast eine Steuerfrage? Du bekommst unsere Experten-Antwort kostenlos per E-Mail.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein
Wenn du selbstständig bist, bieten sich dir, im Gegensatz zu Angestellten, deutlich mehr Möglichkeiten, deine Steuerlast zu verringern. Dazu musst du lediglich deinen Gewinn reduzieren.
Wie das funktioniert und was du dabei beachten musst, verraten wir dir hier.
Gewinn reduzieren und Steuerlast mindern
Deinen Gewinn zu reduzieren, ist für dich als Selbständige:r eine effektive Methode, um deine Steuerbelastung zu senken. Da du auf deinen Gewinn Einkommensteuer zahlen musst, gilt: Je höher der Gewinn, desto höher die Steuerlast. Welche Steuern du zahlen musst und wie hoch diese ausfallen, hängt von der Form deiner Selbstständigkeit bzw. der Rechtsform deines Unternehmens ab. Neben der Einkommenssteuer gehören zu den wichtigsten Steuerarten für Selbstständige die Folgenden:
Gewerbesteuer: Sie wird erhoben, wenn du ein Gewerbe angemeldet hast. Die Höhe richtet sich nach deinem Gewinn und dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde. Freiberufler:innen sind von der Gewerbesteuer befreit. ➡️ Mehr dazu hier
Umsatzsteuer: Selbstständige müssen in der Regel Umsatzsteuer auf ihre Waren oder Dienstleistungen erheben und an das Finanzamt abführen. Kleinunternehmer können sich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. ➡️ Musst du Umsatzsteuer zahlen?
Vorsteuer: Dabei handelt es sich im Grunde um die Umsatzsteuer, die du selbst auf deine Einkäufe und Investitionen zahlst. Den Betrag erhältst du mit dem Vorsteuerabzug vom Finanzamt zurück.
Lohnsteuer: Diese wird monatlich fällig, sobald du Angestellte beschäftigst. In diesem Fall musst du selbst keine zusätzlichen Steuern zahlen, bist aber dazu verpflichtet, die Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. ➡️ So funktioniert's
Egal ob Freelancer:in, Gewerbetreibende:r oder Freiberufler:in: Wenn du deinen Gewinn reduzieren möchtest, um deine Steuerlast zu verringern, solltest du grundsätzlich darauf achten, nicht gegen Steuergesetze zu verstoßen. Doch keine Panik, dir stehen genug legale Tricks zur Verfügung, um Steuern zu sparen.
Steuerlast minimieren: Betriebsausgaben erhöhen
Die einfachste Möglichkeit, deine Steuerlast zu mindern, ist, deine Betriebsausgaben zu erhöhen, denn diese reduzieren deinen Gewinn. Dazu kannst du alle betrieblichen Ausgaben nutzen, die bei deiner selbstständigen Tätigkeit anfallen. Um deine Ausgaben tatsächlich steuerlich geltend machen zu können, benötigst du die entsprechenden Belege. Daher solltest du diese sorgfältig aufbewahren, damit du deine Ausgaben z.B. bei einer Betriebsprüfung nachweisen kannst.
Falls du nebenberuflich selbstständig bist oder eine wissenschaftliche, künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeit ausführst, kannst du als Freiberufler:in anstelle deiner tatsächlichen Betriebsausgaben auch eine Betriebsausgabenpauschale von der Steuer absetzen. Dabei musst du deine Ausgaben nicht nachweisen. Zu den absetzbaren Betriebsausgaben, die deine Steuerlast minimieren, gehören z.B.:
Jedoch können nicht alle dieser Betriebsausgaben sofort in voller Höhe von deinem Gewinn abgezogen bzw. in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Vielmehr müssen sie über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Das betrifft z. B. Computer oder deinen Firmenwagen. Bei letzterem kommt es auch darauf an, wie häufig du diesen privat nutzt, weswegen du ein Fahrtenbuch führen solltest.
Die Dauer einer Abschreibung richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstands. Aus diesem Grund eignen sich Abschreibungen eher weniger dazu, deine Steuerlast zu verringern. Doch glücklicherweise gibt es noch genügend andere Möglichkeiten, deinen Gewinn zu reduzieren.
➡️ 5 Dinge, von denen du nicht gedacht hättest, dass du sie absetzen kannst
Steuerbelastung senken: Sonderabschreibungen
Sonderabschreibungen sind eine weitere Möglichkeit für Selbstständige und Freiberufler:innen, ihren Gewinn zu reduzieren. Unter der Voraussetzung, dass dein Gewinn im Vorjahr nicht mehr als 200.000 Euro betragen hat, kannst du sie für bestimmte Anschaffungen in Höhe von 20 Prozent in Anspruch nehmen – egal, ob es sich um einen Dienstwagen oder andere größere Investitionen handelt.
Voraussetzung für eine Sonderabschreibung ist, dass du das jeweilige Wirtschaftsgut zu mindestens 90 Prozent betrieblich nutzt. Dabei gilt: Je kostspieliger eine Anschaffung, desto mehr lässt sich die Steuerbelastung reduzieren.
Steuerbelastung reduzieren: Gewinnverschiebung
Mit einer sogenannten Gewinnverschiebung kannst du als Selbstständige:r ebenfalls deine Steuerlast verringern. Nehmen wir an, du hast ein großes Projekt angenommen, das sich über einen längeren Zeitraum erstrecken wird.
Damit du für deine erbrachte Leistung nach Abschluss des Projekts nicht eine einzelne große Rechnung stellen und somit einen größeren Gewinn versteuern musst, kannst du stattdessen regelmäßig Abschlagsrechnungen stellen. Im Idealfall verschiebt sich dadurch ein Teil deines Gewinns auf das darauffolgende Jahr und wird erst in der nächsten Einkommensteuererklärung fällig.
Wenn du z. B. einen Onlineshop betreibst, kannst du deinen Gewinn auch verschieben, indem du nur zu bestimmten Terminen neue Ware bestellst. Die dazugehörigen Rechnungen führen dabei ebenfalls zu einer Gewinnverschiebung.
Einziger Haken: Du solltest die Termine für deine Warenbestellungen klug und vorausschauend planen, damit du immer ausreichend mit Ware versorgt bist.
Steuerlast verringern: Investitionsabzugsbetrag
Falls du in den nächsten drei Jahren größere Investitionen planst, kannst du mit diesen schon jetzt deine Steuerlast deutlich reduzieren. Möglich macht dies der sogenannte Investitionsabzugsbetrag, mit dem geplante Ausgaben buchhalterisch vorgezogen und in einer Höhe von maximal 50 Prozent von der Steuer abgesetzt werden können. Diese Regelung gilt seit 2020 auch für geleaste Wirtschaftsgüter.
Um den Investitionsabzugsbetrag in Anspruch nehmen zu können, darf dein Gewinn im Vorjahr nicht höher als 200.000 Euro gewesen sein. Auch hier gilt: Die geplante Investition muss zu mindestens 90 Prozent betrieblich genutzt werden. Diese Möglichkeit, den Gewinn zu reduzieren, lohnt sich für Selbstständige vor allem dann, wenn der Gewinn in einem Jahr höher ausfällt als angenommen.
Damit du deine geplanten Investitionen gegenüber dem Finanzamt geltend machen kannst, solltest du dir vorher genau überlegen, welche Investitionen in den nächsten drei Jahren nötig sind, welche Kosten damit verbunden sind, und diese belegen können.
Gutes tun und dabei die Steuerlast minimieren? Das geht: Mit Spenden kannst du bis zu 20 Prozent deiner Einkünfte von der Steuer absetzen. Einziger Haken: Als Selbstständige: darfst du Spenden nur dann von der Steuer absetzen, wenn du eine Einrichtung unterstützt, die die wirtschaftliche Förderung ihrer Mitglieder bezweckt. Dann liegt eine sogenannte betriebliche Veranlassung vor und die Spende ist abzugsfähig.
Neben Spenden ist Sponsoring eine weitere Möglichkeit für Selbstständige wie Freiberufler:innen und Kleinunternehmer:innen, ihren Gewinn zu reduzieren und Steuern zu sparen. Ganz nebenbei steigerst du als Sponsor:in auch noch den Bekanntheitsgrad deines Unternehmens. Auch hier gibt es aber einen kleinen Haken: Du kannst dein Sponsoring nur dann als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen, wenn du selbst einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehst. Kannst du dies belegen, wird es in voller Höher von deinen Steuern abgezogen.
Steuerlast reduzieren: Kosten für deine Website
Die Kosten, die für die Erstellung und Pflege deiner Website anfallen, können ebenfalls als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Zu den absetzbaren Kosten gehören unter anderem:
Erwerb einer Domain
Erstellung der Website
Wartung und Aktualisierung
Provider
Rechtskosten
Steuerbelastung senken: Altersvorsorge
Falls du Geld übrig hast und als Freiberufler:in deinen Gewinn reduzieren möchtest, um Steuern zu sparen, kannst du es als Sonderzahlung in deine private Altersvorsorge investieren. Im Jahr 2023 können pro Person 100 Prozent des Höchstbetrags von 26.528 Euro der Basisrente steuerlich geltend gemacht werden. Hast du den Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft, kannst du weitere Einzahlungen vornehmen, um deine Steuerlast zu reduzieren.
Selbstständig starten, ohne Steuerfehler
Der komplette Leitfaden für die ersten 12 Monate - von Steuerberatern geprüft
Steuern? Einfach, einfach! Ich kann mit Accountable mein Business super effizient gestalten was den Verwaltungs-Teil betrifft. Auch bei Fragen ist der Steuer-Coach (auch mit echten Menschen ;-)) wirklich schnell und super hilfreich! Alles in allem kann ich Accountable einfach weiterempfehlen.
Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
Ich habe noch nie ein Finanzprogramm benutzt, das so zuverlässig, treffsicher und genau die Belege automatisiert ausliest. Einfach super. Die Buchung der einzelnen Vorgänge geht damit in Windeseile – und wenn mal eine Fall nicht ganz klar ist, hilft die KI und der Chatbot super weiter. Die automatischen Vorschläge zur Belegzuordnung sind auch für den absoluten Laien perfekt verständlich. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich noch nie so schnell die Belegerfassung erledigt hatte. Ich pflege gerade die letzten Monate ein und bin damit ruckzuck durch.
Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann
Niklas
28.03.2025
Jetzt anmelden: Kostenloses Webinar zum Altersvorsorgedepot
Das Altersvorsorgedepot kommt ab 2027 - so bereitest du dich vor