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Sponsoring steuerlich absetzen: Vom Engagement profitieren

Aktualisiert am
Lesezeit 4 Minuten

Engagement zahlt sich immer aus. Wenn du als Einzelunternehmer:in spenden willst, ist das Sponsoring eine ideale Möglichkeit. Dieses bietet dir nämlich nicht nur die Möglichkeit, einen Verein deiner Wahl zu unterstützen. Die Werbung, die du als Gegenleistung erhältst, erhöht auch den Bekanntheitsgrad deiner Firma.

Und das Beste: Die Betriebsausgaben für das Sponsoring lassen sich steuerlich geltend machen. Wir zeigen dir, was du beim Sponsoring beachten solltest und wie du die Ausgaben in der Steuererklärung verbuchen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Spenden und Sponsoring?

Spenden sind eine Möglichkeit für Unternehmer:innen und Privatpersonen, soziale, religiöse oder wissenschaftliche Organisationen bzw. Veranstaltungen, wie Festivals oder Sportevents, zu unterstützen. Wer einen finanziellen Beitrag spendet, bekommt dafür eine Spendenquittung. Als Sonderabgabe kannst du die jährlich geleisteten Spenden mit bis zu 20 Prozent der staatlichen Abgaben auf dein Einkommen versteuern.

Beim Sponsoring vereinen sich Spenden und Marketing. Anders als beim Spenden bekommst du eine Gegenleistung in Form von Werbung. So landet der Name deines Unternehmens beispielweise auf einer Konzertkarte oder den Trikots des unterstützten Sportvereins. Außerdem kannst du das Sponsoring als Betriebsausgabe mit der Steuerlast verrechnen. Dabei ist es genau wie beim Spenden wichtig, dass du eine Rechnung oder Spendenquittung für das Sponsoring erhältst.

Anders als beim Spenden ist das Ziel des Sponsorings demnach nicht das bloße soziale Engagement. Als Unternehmer:in verfolgst du mit dem Sponsoring sowohl ökonomische als auch marketingbezogene Absichten. Mit der Werbung bei Veranstaltungen erhöht sich zum einen dein Bekanntheitsgrad. Zum anderen hilft gerade die Unterstützung gesellschaftlicher, sozialer oder umweltpolitischer Projekte dabei, ein positives Image zu schaffen.

Spenden und Sponsoring unterscheiden oder gleichen sich also hinsichtlich folgender Aspekte:

Aspekte Spende   Sponsoring
Form Sachspende oder finanzielle Mittel Sachspende oder finanzielle Mittel
Steuerliche Absetzbarkeit  als steuermindernde Sonderausgabe als Betriebsausgabe vom Betriebsgewinn absetzbar
Gegenleistung keine Werbung oder positiver Imagetransfer

Was ist der Unterschied zwischen Sponsoring und Werbung?

Obwohl die Zuwendungen, die du leistet, eine Gegenleistung zur Folge haben, unterscheidet sich das Sponsoring von herkömmlichen Werbemaßnahmen. Als Sponsor schließt du mit einem Verein oder einer Organisation einen Vertrag, in dem festgelegt wird, dass du für deine finanziellen oder sachlichen Aufwendungen, beispielsweise Sporttrikots, eine Gegenleistung erhältst, zum Beispiel die Nennung deines Firmennamens auf einem Plakat. 

Anders als bei herkömmlicher Werbung stehen sich diese beiden Leistungen unverhältnismäßig gegenüber. Du leistest mehr, als du am Ende aus deinem Sponsoring erzielst. Im Zentrum steht also die Förderung des Vereins und nicht die Vorteile für dein Unternehmen – auch wenn dir das Sponsoring natürlich dabei hilft, deinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Für wen bietet sich Sponsoring an?

Egal ob Gewerbetreibende oder Freiberufler:innen – das Sponsoring ist gerade für Einzelunternehmer:innen eine ideale Möglichkeit, Engagement und Werbung miteinander zu verknüpfen. Um die Betriebsausgaben für das Sponsoring steuerlich absetzen zu können, muss der Beitrag mit Blick auf den Betriebsgewinn angemessen hoch sein. Einzelunternehmer:innen mit einem geringen Betriebsgewinn können also durchaus kleinere Sponsoring-Summen spenden und sich somit für wenig Geld einen Werbeplatz sichern und zugleich das zu versteuernde Einkommen mindern.

Die richtige Vorbereitung, um Sponsoring steuerlich abzusetzen

Wenn du die Betriebsausgaben für dein Sponsoring absetzen und damit Steuern sparen möchtest, solltest du im Vorfeld ein paar Punkte beachten

Zunächst musst du den passenden Verein oder die passende Veranstaltung finden. Dazu solltest du dir die Frage stellen, welches Event oder welche Organisation zu dir passt. Als Inhaber:in eines Spirituosengeschäfts ist es beispielsweise nicht sinnvoll, einen Kinder- oder Jugendverein zu unterstützen. Vertreibst du Musikinstrumente, ist ein Festival die ideale Möglichkeit, zu spenden und dafür als Gegenleistung Werbung zu erhalten. 

Wenn du den passenden Sponsor gefunden und ihr euch über die Höhe und Werbemöglichkeiten geeinigt habt, ist es wichtig, einen Sponsoring-Vertrag aufzusetzen. In diesem sollten die Leistungen und Gegenleistungen genau festgehalten sein. Der Vertrag dient nicht nur als Nachweis für deine Steuererklärung. Falls beim Absetzen Rückfragen vom Finanzamt kommen, kannst du diesen als Argumentationshilfe einsetzen.

Um als Gewerbetreibende:r oder Freiberufler:in deine Spenden als Betriebsausgaben absetzen zu können, sind also folgende Schritte wichtig:

  • Einen passenden Verein finden, den du unterstützen und durch dessen Hilfe du deinen Bekanntheitsgrad und dein Image aufbessern kannst
  • Mit dem Verein Leistungen und Gegenleistungen genau abklären
  • Sponsoring-Vertrag aufsetzen, damit du deine Aufwendungen als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen kannst

Wann wird das Sponsoring als Betriebsausgabe anerkannt?

Als Selbstständige:r kannst du die Aufwendungen fürs Sponsoring ohne Höchstgrenze steuerlich absetzen. Anders ist das bei Spenden, die nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag geltend gemacht werden können. 

Damit deine Spende als Sponsoring verbucht werden kann, muss sie als Betriebsausgabe anerkannt werden. Das bedeutet, dass demUnternehmen, das einen Verein oder eine Veranstaltung unterstützt hat, dadurch wirtschaftliche Vorteile entstehen müssen. Dieser ökonomische Mehrwert kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  • Werbung auf Plakaten, Trikots, Konzertkarten etc.
  • Werbeanzeige in einer Vereinszeitschrift
  • Bandenwerbung in einem Stadion
  • Nennung von Produkten oder Leistungen des Sponsors auf Pressekonferenzen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen

Sponsoring und Umsatzsteuer

Auch beim Sponsoring ist die Umsatzsteuer ein wichtiges Thema für alle Selbstständigen. Da ein Leistungsaustausch vorliegt, musst du als Sponsor Umsatzsteuer auf deine Zuwendungen zahlen. Dies gilt aber nur, wenn es sich um einen echten Leistungsaustausch handelt. 

Die bloße Nennung des Sponsorennamens auf einem Plakat ist aus Steuersicht keine umsatzsteuerpflichtige Gegenleistung. Wird auf der Website des gesponserten Vereins jedoch auf deinen Internetauftritt verlinkt, handelt es sich durchaus um umsatzsteuerpflichtige Werbung für dein Unternehmen.

Vor Abschluss des Sponsoringvertrags ist es also wichtig, die gegenseitigen Leistungen genau abzuklären. Nur so kannst du die steuerlichen Vorteile des Sponsorings nutzen und dein Sponsoring steuerlich absetzen.

Bei Ausstellung der Rechnung muss der gesponserte Verein also Umsatzsteuer auf deine finanzielle Spende ausweisen, wenn du dein Sponsoring als Betriebsausgabe geltend machen willst. Diese kannst du wiederum in Form der Vorsteuer verrechnen. Sollte der gesponserte Verein allerdings unter die Kleinunternehmer-Regelung fallen, ist dies nicht notwendig.

Sponsoring steuerlich absetzen: Als Werbekosten verbuchen

Nach Abschluss eines Sponsoring-Vertrags und dem Austausch der gegenseitig zugesagten Leistungen stellt sich am Ende des Steuerjahres die Frage, wie genau du deine Sponsoring-Ausgaben verbuchen sollst. Als Selbstständige:r fallen Ausgaben fürs Sponsoring unter deine Betriebsausgaben. 

Den Nettobetrag der Sponsoring-Ausgaben, also den Betrag abzüglich geleisteter Umsatzsteuer, ziehst du dabei in voller Höhe von deinem Betriebsgewinn ab. Geleistete Umsatzsteuer-Beiträge verrechnest du wie alle andere Umsatzsteuer-Ausgaben mit deiner Vorsteuer.

Anzugeben ist diese Rechnung in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), die du zusammen mit deiner Steuererklärung beim Finanzamt abgeben musst. In der EÜR stellst du deine Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber. Die Kosten für das Sponsoring stehen also auf der Betriebsausgaben-Seite und reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen, womit sich deine Steuerlast automatisch senkt. Mehr zum Thema Steuererklärung für Selbstständige erfährst du hier.


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Sophia Merzbach, creative writer und content producer
Sophia Merzbach, creative writer und content producer

Sophia liebt es zu lesen und kreative Texte zu schreiben. Sie freut sich sehr, Teil des bunten Teams von Accountable zu sein und wird langsam aber sicher zum Profi in Steuerfragen.
In ihrer Freizeit trifft man sie in der Boulderhalle, im Italienischkurs oder beim Entdecken ihrer neuen Heimat Berlin.

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