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Wer sich nebenberuflich selbstständig macht, genießt verschiedene Vorteile. Der größte: Mit einer selbstständigen Nebentätigkeit parallel zum gesicherten Angestelltenverhältnis gehst du ein geringeres finanzielles Risiko ein, als wenn du dich komplett selbstständig machen würdest.
Zudem schaffst du dir damit ein zweites berufliches Standbein und hast mehr Zeit, Ideen zu entwickeln oder Neues auszuprobieren.
Möchtest du den Weg in die nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich bewältigen, dann beachte unsere Tipps & Tricks. Sie helfen dir dabei, Fehler zu vermeiden und sich bietende Chancen optimal zu nutzen.
Welche Vorteile bietet nebenberufliche Selbstständigkeit?
Sich selbstständig machen, heißt nicht nur Träume zu realisieren, sondern auch Risiken einzugehen. Um die finanzielle Belastung gering zu halten, entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmer:innen für die nebenberufliche Selbstständigkeit. Im Vergleich zum großen Sprung in die Selbstständigkeit bietet eine selbständige Nebentätigkeit viele Vorzüge. So kannst du zunächst in die Selbstständigkeit „hineinschnuppern“, ohne große finanzielle Risiken auf dich zu nehmen.
Zu den Vorteilen der nebenberuflichen Selbstständigkeit zählen zudem:
Geringere finanzielle Risiken: Mit nebenberuflicher Selbstständigkeit behältst du das Angestelltenverhältnis als Hauptstandbein und kannst dich somit auf regelmäßiges, gesichertes Einkommen verlassen.
Kennenlernen und Experimentieren: Die nebenberufliche Selbstständigkeit ermöglicht es dir, eigenverantwortliches, nicht weisungsgebundenes Arbeiten kennenzulernen, eigene Grenzen auszuloten und Geschäftsideen zu testen. Nach Misserfolgen fängst du nicht wieder bei Null an. Du kannst dich flexibel umorientieren oder wieder komplett auf deine hauptberufliche Tätigkeit umsteigen.
Entwicklungsmöglichkeiten und Selbstverwirklichung: Die berufliche Weiterentwicklung gilt als einer der Hauptgründe, warum Menschen die Selbstständigkeit wählen. Indem du mit nebenberuflicher Selbstständigkeit das Verlustrisiko geringhältst, nutzt du die Zeit und Freiheit, dich selbst zu verwirklichen. Bei entsprechendem Erfolgt steht es dir später frei, auch die hauptberufliche Selbstständigkeit zu wählen.
Zusätzliche Verdienstmöglichkeiten: Eine zusätzliche Einkommensquelle, die dir parallel zum Hauptberuf zur Verfügung steht, bedeutet mehr finanzielle Sicherheit und Entfaltungsmöglichkeiten.
Nebenberuflich selbstständig machen: 11 Tipps und Tricks
Folgende Tipps und Tricks sollen dir helfen, den Weg in die nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu bewältigen:
Richtige Balance zwischen Nebenberuf und Hauptberuf
So viele Vorteile eine nebenberufliche Selbstständigkeit auch bietet, sie bedeutet gleichzeitig eine Doppelbelastung. Es kommt daher darauf an, die richtige Balance zwischen hauptberuflichen Verpflichtungen und nebenberuflichen Zielen zu finden. Nur so vermeidest du, dass du durch die entstehende Mehrarbeit deinen Hauptberuf vernachlässigst und deine Haupteinkommensquelle gefährdest. Ein sorgfältiges Zeitmanagement ist gefragt. Dazu zählt auch, die eigenen Grenzen zu kennen und nicht mehr Aufgaben anzunehmen, als du bewältigen kannst.
Businessplan erstellen
Ein praktisches Werkzeug, um die Doppelbelastung durch Hauptberuf und nebenberufliche Selbstständigkeit zu bewältigen, ist der Businessplan. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Businessplan sollte am Anfang jeder Selbstständigkeit stehen. In ihm definierst du Pläne, Ziele und Verpflichtungen und konkretisierst Maßnahmen, um Geschäftsideen zu realisieren. Ein Businessplan dient dir langfristig als Leitfaden für dein Geschäftsvorhaben und hilft dir, den Fokus nicht zu verlieren.
Zu den Punkten, die jeder Businessplan enthalten sollte, zählen:
eine Beschreibung deiner Geschäftsidee
konkrete Maßnahmen zur Realisierung deiner Ideen
Details zum Aufbau, zu Prozessen und zur Struktur deiner Tätigkeiten
Beschreibung deiner Dienstleistungen
eine Analyse der Marktsituation inklusive Konkurrenz, Zielgruppen und vielversprechende Standorte oder Partner
eine realistische Einschätzung von Chancen und Risiken
ein realistischer Plan für Finanzierung und Investitionen
Mit dem oder der Arbeitgeber:in offen kommunizieren
Du solltest eine nebenberufliche Tätigkeit unter keinen Umständen aufnehmen, ohne zuvor deine:n aktuellen Arbeitgeber:in darüber zu informieren. Prüfe deinen Arbeitsvertrag hinsichtlich möglicher Vorgaben zu Nebentätigkeiten. Grundsätzlich gilt, dass eine unangekündigte Nebentätigkeit nicht als Kündigungsgrund genügt. Dennoch kommt es darauf an, offen und transparent mit deiner bzw. deinem Arbeitgeber:in zu kommunizieren. Nur auf diese Weise lässt sich dein Zeitmanagement von Haupt- und Nebenberuf optimal planen und das Wohlwollen und die Unterstützung des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin gewinnen.
Deine Pflichten gegenüber deiner Arbeitgeberin bzw. deinem Arbeitgeber
Als Arbeitnehmer:in mit Nebentätigkeit musst du deiner Arbeitgeberin bzw. deinem Arbeitgeber gegenüber Pflichten einhalten, um ein Arbeitgeber:in-Veto gegen deine Selbstständigkeit zu vermeiden. Dazu zählen:
Die nebenberufliche Selbstständigkeit darf nicht mehr Zeit beanspruchen als der Hauptberuf
Deine Nebentätigkeit darf deinen Hauptberuf nicht negativ beeinträchtigen
Du darfst deiner Arbeitgeber:in bzw. deinem Arbeitgeber keine direkte Konkurrenz machen
Du darfst Materialien, Daten, Kontakte oder Informationen deines Hauptberufs nicht für deine Nebentätigkeit verwenden
Steuervorteile nutzen
Wer nebenberuflich tätig und zudem die Kleinunternehmerregelung anmeldet, bleibt von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Das gilt zumindest dann, wenn du die aktuelle jährliche Einkommensgrenze für Kleinunternehmer:innen nicht überschreitest (Stand 2022: 22.000 Euro). Nimmst du die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch, so gilt auch für dich die Pflicht zur Umsatzsteuervoranmeldung.
Wenn du dich in der Frage „Freiberufler:in oder Gewerbe“ für eine freiberufliche Tätigkeit entscheidest und kein Gewerbe anmeldest, profitierst du von folgenden Steuervorteilen:
Keine Gewerbesteuer
Keine Gewerbeanmeldung
Bestimmte Versicherungen für Selbstständige von der Steuer absetzen (z. B. Basisabsicherung bei Krankenversicherung, betriebliche Unfallversicherung oder Betriebshaftpflicht)
Einer der wichtigsten Schritte bei Aufnahme einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ist die Anmeldung beim Finanzamt. Diese erfolgt über den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Welche Formalien du hierbei beachten musst, hängt davon ab, für welche Rechtsform du dich entscheidest. So kannst du auch bei selbstständiger Nebentätigkeit die Rechtsformen Einzelunternehmer, Gewerbetreibende, Ein-Personen-AG, GbR oder GmbH wählen. Je nach Rechtsform unterscheiden sich die Steuervorteile, Haftungsverpflichtungen und finanzielle Voraussetzungen.
Zu weiteren Anmeldepflichten gehören je nach Art der Tätigkeit folgende:
Private oder gesetzliche Krankenversicherung (wenn deine Nebentätigkeit den Hauptberuf zeitlich und finanziell übersteigt)
Steuerpflichten beachten
Für das Finanzamt ist vor allem entscheidend, ob deine Nebentätigkeit deinen Hauptberuf hinsichtlich Zeit, Aufwand und Einkommen übersteigt. In dem Fall besteht die Möglichkeit, dass du von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht ausgenommen wirst und dich zusätzlich zum Angestelltenverhältnis als nebenberuflich selbstständig versichern musst.
Weitere Steuerpflichten wie dieGewerbesteuer oder die Körperschaftssteuer kommen in Frage, wenn du ein Gewerbe anmeldest oder eine Kapitalgesellschaft gründest. Für alle nebenberuflich Selbstständigen fällt ebenfalls die Einkommenssteuer an, wenn du den Grundfreibetrag übersteigst (Stand 2022: 9.984 Euro).
Scheinselbstständigkeit vermeiden
Schneller als du glaubst kann es passieren, dass deine nebenberufliche Selbstständigkeit zur Scheinselbständigkeit wird. Das gilt, wenn du fünf Sechstel deines Einkommens über eine:n einzelne:n Auftraggeber:in erzielst oder sogar dieselben Aufgaben für deine:n hauptberufliche:n Arbeitgeber:in erledigst. Falls nebenberuflich Selbstständige weisungsgebunden und in einem abhängigen Arbeitsverhältnis zu einer Auftraggeberin bzw. einem Auftraggeber arbeiten, verfällt der Status der Selbstständigkeit. Für das Finanzamt befindest du dich demnach in einem Angestelltenverhältnis.
Obwohl es Konsequenzen für eine Scheinselbstständigkeit geben kann, betreffen die Folgen in erster Linie die Arbeitgeber:innen. Dazu zählen Nachzahlungen für Steuern, Sozialabgaben, Urlaub und Kündigungsschutz sowie Lohnfortzahlung.
Genehmigungen einholen
Je nach Tätigkeit gilt es, erforderliche Genehmigungen vorzulegen. Dazu zählen unter anderem Gewerbeanmeldungen für Gewerbetreibende oder der Nachweis bestimmter Qualifikationen beim Finanzamt.
Ob eine Erlaubnispflicht vorliegt, definiert unter anderem die Gewerbeordnung. Erlaubnispflichtige Tätigkeiten mit benötigtem Nachweis von Qualifikationen umfassen etwa Privatkrankenanstalten, Pfandleihen, Spielgewerbe, Versicherungsvermittlung/-beratung, Reisegewerbe oder auch Bewachungstätigkeiten. Tätigkeiten wie Physiotherapie erfordern wiederum eine Anmeldung beim Gesundheitsamt oder bei Bedarf eine Kassenzulassung.
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Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
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Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann
Niklas
28.03.2025
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