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Selbstständig machen als Softwareentwickler – so geht’s

Aktualisiert am
Lesezeit 4 minuten

Softwareentwickler sind heutzutage sehr gefragt. Kein Wunder also, dass sich viele Entwickler und Programmierer mit ihren Kenntnissen selbstständig machen. Wenn auch du mit dem Gedanken spielst, als Softwareentwickler mit deinem eigenen Business durchzustarten, dann haben wir auf dieser Seite alle hilfreichen Infos für dich, um dir den Start in die Selbstständigkeit so einfach wie möglich zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Wie werde ich Softwareentwickler?

Wenn es um das Entwickeln und Programmieren von Software geht, kommst du ohne das notwendige Fachwissen nicht weit. Und auch Arbeitserfahrung in dem Bereich ist auf jeden Fall hilfreich, um als selbstständiger Entwickler den Überblick über deine Projekte zu behalten.

Eine Möglichkeit ist daher der Weg über ein entsprechendes Studium oder eine Ausbildung in dem Bereich der Softwareentwicklung. Alternativ gibt es auch viele Kurse, die als Weiterbildung oder Umschulung angeboten werden und dich bei deinem Start unterstützen können. 

Wenn du generell gute Computerkenntnisse besitzt, dann kannst du dich auch primär auf das Erlernen von bestimmten Programmiersprachen wie PHP, Java oder C++ konzentrieren. Hierfür gibt es zahlreiche Online Kurse und Tutorials, mit denen du dir die Kenntnisse auch autodidaktisch aneignen kannst. 

💡 Tipp von Accountable: Software und Technologien entwickeln sich schnell weiter. Deswegen solltest du auch nach dem Start deiner Selbstständigkeit weiterhin Fortbildungen und Kurse besuchen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Kosten dafür kannst du dann übrigens von der Steuer absetzen.

Sind Softwareentwickler Freiberufler oder ein Gewerbe?

Wenn du die entsprechenden Fähigkeiten bereits hast, kannst du dich natürlich auch direkt als selbstständiger Softwareentwickler anmelden. Dafür musst du nur den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen, um eine neue Steuernummer für deine Selbstständigkeit zu bekommen.

In diesem Fragebogen wirst du allerdings auf eine Frage stoßen, mit der du dich vorab auseinandersetzen solltest: Übst du mit deiner Tätigkeit ein Gewerbe aus oder gehörst du den freien Berufen an?

➡️ Freiberufler oder Gewerbe? Wir klären auf!

Diese Unterscheidung gibt nämlich vor, wie du bei der weiteren Anmeldung deiner Tätigkeit vorgehst und welche konkreten Steuerpflichten du später hast. Freiberufler müssen lediglich den Fragebogen ausfüllen, wohingegen Gewerbetreibende sich zusätzlich beim Gewerbeamt anmelden und ggf. auch Gewerbesteuer zahlen müssen.

Im Falle eines Softwareentwicklers ist die Unterscheidung dabei tatsächlich gar nicht so leicht. Wenn deine Arbeitsaufgaben denen eines Ingenieurs ähneln, dann wirst du wahrscheinlich als Freiberufler eingestuft werden. Programmierer und Berater, die Benutzer betreuen und sie bei der Weiterentwicklung und Pflege ihrer Anwendungen unterstützen, sind wiederum gewerblich tätig.

💡 Tipp von Accountable: Wenn du dir nicht sicher bist, in welche Kategorie du mit deiner Tätigkeit fallen wirst, solltest du vor der Anmeldung am besten mit einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin sprechen und dich beraten lassen.

Kann ich als Softwareentwickler Kleinunternehmer sein?

Unabhängig davon, ob du als Freiberufler oder Gewerbe eingestuft wirst, kannst du in beiden Fällen von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Diese Regelung soll es neuen Selbstständigen erleichtern, Fuß zu fassen, indem sie weniger buchhalterischen Aufwand haben – und Privatkunden günstigere Tarife anbieten können.

Kleinunternehmer sind nämlich von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit. Das heißt, dass du demnach keine Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen und auch keine Umsatzsteuererklärung oder regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben musst. Das spart dir einiges an Zeit und Aufwand, der wahrscheinlich gerade zu Beginn deiner neuen Karriere besser an anderer Stelle investiert ist.

Du kannst von dieser Regelung allerdings nur dann Gebrauch machen, wenn du eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitest. 

➡️ Kleinunternehmer Guide: Alles rund um die Kleinunternehmerregelung

Was sind meine Steuerpflichten?

Mit deiner neuen Selbstständigkeit kommen so einige neue Pflichten und Aufgaben auf dich zu. Welche genau das sind, haben wir dir in zwei Teilen einmal zusammengefasst:

➡️ Erste Schritte zur Selbstständigkeit Teil 1: Das solltest du vor dem Start wissen

➡️ Erste Schritte zur Selbstständigkeit Teil 2: Steuern, Steuern und nochmal Steuern

Was genau deine Steuerpflichten sind, hängt dabei davon ab, ob du als Gewerbe oder Freiberufler registriert bist und ob du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machst.

Freiberufler, die Kleinunternehmer sind, müssen lediglich ihre Einkommensteuererklärung samt der Einnahmenüberschussrechnung zur Gewinnermittlung abgeben.

Freiberufler, die keine Kleinunternehmer sind, müssen außerdem eine Umsatzsteuererklärung einreichen und je nach Festsetzung des Finanzamts monatlich oder quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldungen über Elster abgeben.

➡️ Anleitung: So einfach machst du die Umsatzsteuervoranmeldung

Gewerbetreibende, die keine Kleinunternehmer sind, müssen darüber hinaus ebenfalls einmal im Jahr eine Gewerbesteuererklärung abgeben. 

💡 Tipp von Accountable: Mit unserer kostenlosen App kannst du ganz einfach deine Buchhaltung organisieren und alle deine Einnahmen und Ausgaben festhalten. So hast du stets eine Übersicht über deine Einkünfte und kannst ganz einfach herausfinden, wie hoch deine Umsätze und Gewinne waren. 

Was kann ich von der Steuer absetzen?

Jeder Selbstständige, der aus beruflichen Gründen Kosten hat, zum Beispiel für die Anmietung eines Büros oder den Kauf von Arbeitsmitteln, kann diese in seiner jährlichen Steuererklärung absetzen und somit seine Steuerlast ein wenig mindern. Das gilt natürlich auch für Softwareentwickler.

Wahrscheinlich wirst du primär Ausgaben für Hard- oder Software haben sowie für Arbeitsmittel und deinen Arbeitsort. Aber auch so klassische Ausgaben wie Bankführungsgebühren oder Kosten für Papier zum Drucken von Entwürfen sind daher von der Steuer absetzbar.

➡️ Hier findest du alle Infos dazu, wie du diese Kosten von der Steuer absetzen kannst

Wie mache ich mich als Softwareentwickler selbstständig?

Um dich als Softwareentwickler anzumelden, musst du wie besprochen den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Daraufhin schickt dir das Finanzamt innerhalb von etwa zwei bis vier Wochen deine neue Steuernummer zu, über die du fortan deine Leistungen als Softwareentwickler abrechnen kannst.

Alles was du wissen musst, wenn du ein Gewerbe gründest, findest du hier.

💡 Tipp von Accountable: Du kannst den Fragebogen auch ganz einfach online bei uns auf der Seite ausfüllen und direkt deine Steuernummer beantragen. Dabei stehen dir unsere Ausfüllhilfen zur Verfügung und über eine sichere Schnittstelle werden alle Informationen direkt an das Finanzamt übermittelt. Also, worauf wartest noch? Mach dich jetzt als Softwareentwickler selbstständig!

Kein Stress mehr mit Steuern!

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So einfach meldest du deine Selbstständigkeit an!

Sophia Merzbach, creative writer und content producer
Sophia Merzbach, creative writer und content producer

Sophia liebt es zu lesen und kreative Texte zu schreiben. Sie freut sich sehr, Teil des bunten Teams von Accountable zu sein und wird langsam aber sicher zum Profi in Steuerfragen.
In ihrer Freizeit trifft man sie in der Boulderhalle, im Italienischkurs oder beim Entdecken ihrer neuen Heimat Berlin.

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