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Du stellst deine Rechnungen bereits digital aus oder planst, bald auf E-Rechnungen umzusteigen? Dann hast du dir vielleicht schon die Frage gestellt: Was passiert eigentlich mit meinen sensiblen Rechnungsdaten – und ist das alles wirklich DSGVO-konform?
Gerade als Selbstständige:r oder Freelancer:in möchtest du verständlicherweise wissen, wer Einblick in deine Rechnungen hat, wohin die Daten übermittelt werden und wie du rechtlich auf der sicheren Seite bleibst – besonders, wenn du mit Tools arbeitest, die deine Rechnungen automatisch erzeugen, versenden oder speichern.
In diesem Beitrag klären wir, welche Daten eine E-Rechnung überhaupt enthält, wer auf sie zugreifen kann, worauf du bei der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) achten solltest – und wie du deine E-Rechnungsprozesse sicher und datenschutzkonform gestaltest.
Was passiert bei einer E-Rechnung mit deinen Daten?
E-Rechnungen sind mehr als nur digitale PDFs – sie bestehen aus strukturierten, maschinenlesbaren Daten, die bestimmte Pflichtangaben enthalten und in einem definierten Format (z. B. XRechnung oder ZUGFeRD) übermittelt werden. Das bedeutet: Deine Rechnungsdaten sind nicht nur lesbar, sondern auch automatisch verarbeitbar – und genau das wirft Fragen zum Datenschutz auf.
Welche Daten sind in einer E-Rechnung enthalten?
Eine typische E-Rechnung enthält unter anderem folgende Informationen:
Rechnungsnummer, Rechnungsdatum und Leistungszeitraum
Produkt- oder Leistungsbeschreibung
Nettobeträge, Umsatzsteuer, Gesamtbetrag
ggf. die Leitweg-ID (bei Rechnungen an Behörden)
Diese Angaben sind teilweise personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO – vor allem dann, wenn du Rechnungen an Privatkund:innen oder andere Selbstständige verschickst.
Hinweis: Viele verwechseln PDF-Rechnungen per E-Mail mit echten E-Rechnungen im Sinne der Gesetzgebung. Nur strukturierte XML-Rechnungen – z. B. im XRechnung- oder ZUGFeRD-Format – gelten als maschinenlesbar und sind damit automatisiert prüfbar und besser datenschutztechnisch absicherbar.
Wie wird die E-Rechnung verarbeitet?
Die Verarbeitung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:
du erstellst die Rechnung lokal mit einer Software und verschickst sie per E-Mail
du nutzt ein cloudbasiertes Tool, das die Rechnung erstellt, versendet und archiviert
bei Rechnungen an Behörden wird die Datei ggf. über das Peppol-Netzwerk oder ein Landesportal übertragen
deine Rechnungsdaten werden ggf. automatisch an deine Buchhaltungssoftware oder Steuerberater:in weitergeleitet
In jedem dieser Schritte werden deine Daten technisch verarbeitet und oft auch gespeichert – und genau hier greift die DSGVO.
Hinweis: Die EU plant im Rahmen der Initiative „VAT in the Digital Age“ (ViDA) eine Ausweitung der E-Rechnungspflicht auf grenzüberschreitende B2B-Geschäfte. Das bedeutet: Auch kleine Unternehmen könnten bald verpflichtet sein, strukturierte E-Rechnungen auszustellen – Datenschutz und sichere Übertragungswege werden dadurch noch wichtiger.
Egal ob du deine E-Rechnungen selbst erstellst oder ein externes Tool nutzt – deine Rechnungsdaten durchlaufen mehrere Stationen, bei denen sie verarbeitet und ggf. gespeichert werden. Um datenschutzkonform zu handeln, solltest du wissen, wer theoretisch oder praktisch Zugriff auf diese Daten hat.
Direkte Empfänger
Das ist naheliegend: Deine Kundschaft oder ein öffentlicher Auftraggeber erhält deine E-Rechnung, liest sie und verarbeitet sie weiter – z. B. in der eigenen Buchhaltungssoftware. Wenn du z. B. über das Peppol-Netzwerk verschickst, wird die Rechnung über verschiedene zertifizierte Knoten weitergeleitet.
E-Rechnungs-Tools & Buchhaltungssoftware
Wenn du Tools wie Accountable, Lexoffice, sevDesk, FastBill, easybill oder Billbee nutzt, verarbeitet der Anbieter deine Daten auf seinen Servern. Diese Anbieter speichern Rechnungsdaten oft:
zur Archivierung (gesetzlich vorgeschrieben)
zur Anzeige im Kundenkonto
für die Übertragung an weitere Dienste wie DATEV oder Elster
Wichtig: Diese Anbieter gelten datenschutzrechtlich als Auftragsverarbeiter. Du bleibst verantwortlich, dass die Daten dort sicher verarbeitet werden.
Hosting- und Cloud-Dienstleister
Viele Tools laufen auf Servern von Drittanbietern – z. B. Amazon Web Services (AWS), Hetzner, IONOS oder Microsoft Azure. Auch hier besteht ein Zugriff im technischen Sinne, z. B. durch Administrator:innen. Gute Anbieter sorgen durch Verschlüsselung und Zugriffsbeschränkungen dafür, dass diese Daten geschützt sind.
Steuerberater oder Buchhaltungstools
Wenn du deine E-Rechnungen an eine Steuerkanzlei oder ein Buchhaltungstool wie Accountable oder DATEV übermittelst, erhält auch diese Stelle Zugriff auf deine Rechnungsdaten. Die Weitergabe ist zulässig – du musst sie aber in deiner Datenschutzerklärung erwähnen, und auch hier gelten die Regeln der Auftragsverarbeitung.
Ist das DSGVO-konform? Worauf du achten solltest
Die kurze Antwort: Ja, E-Rechnungen können absolut DSGVO-konform sein – wenn du ein paar wichtige Punkte beachtest. Denn bei jeder E-Rechnung werden personenbezogene Daten verarbeitet – und dafür gelten klare Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Du bist verantwortlich – auch bei Nutzung externer Tools
Wenn du ein Rechnungs- oder Buchhaltungstool nutzt, bleibst du datenschutzrechtlich verantwortlich für die Datenverarbeitung. Das bedeutet: Du musst sicherstellen, dass dein Anbieter die DSGVO einhält.
AV-Vertrag abschließen
Sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, brauchst du mit ihm einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag). Gute Anbieter stellen diesen online zur Verfügung – oft direkt im Kundenkonto. Ohne AV-Vertrag handelt es sich um einen Datenschutzverstoß.
Serverstandort & Datenübertragung prüfen
Achte darauf, wo die Daten verarbeitet werden. Idealerweise sollten sie auf Servern in der EU gespeichert werden.
Hinweis: Wenn dein Rechnungs-Tool Server außerhalb der EU nutzt (z. B. Amazon AWS oder Microsoft Azure in den USA), solltest du prüfen, ob sich der Anbieter dem EU-US Data Privacy Framework angeschlossen hat – oder ob Standardvertragsklauseln genutzt werden. Das ist wichtig, um DSGVO-Vorgaben rechtssicher einzuhalten.
Verschlüsselung & Zugriffsschutz
Deine Tools sollten Daten verschlüsselt übertragen (z. B. per TLS) und vor unbefugtem Zugriff schützen. Wichtig ist auch, dass du in deinem Konto Zugriffsrechte und Nutzer:innenrollen verwalten kannst – etwa wenn du mit externen Buchhalter:innen arbeitest.
Transparenz in deiner Datenschutzerklärung
Wenn du Rechnungen über Tools oder Cloud-Dienste erstellst, solltest du in deiner Datenschutzerklärung klar benennen, welche Dienstleister du nutzt, wo die Daten gespeichert werden und zu welchem Zweck. So erfüllst du deine Informationspflicht gegenüber Kund:innen.
Datenschutz in der Praxis: So gehst du auf Nummer sicher
Datenschutz klingt oft komplex, lässt sich aber mit ein paar klaren Schritten gut umsetzen – auch als Selbstständige:r oder Freelancer:in. Hier findest du eine praktische Checkliste, wie du deine E-Rechnungsprozesse datenschutzkonform organisierst.
Das richtige Tool wählen
Achte bei der Auswahl deines E-Rechnungstools auf folgende Punkte:
Serverstandort in der EU (z. B. Deutschland, Niederlande, Finnland)
klare Angaben zur DSGVO-Konformität
Möglichkeit zum Abschluss eines AV-Vertrags
technische Schutzmaßnahmen wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder Zwei-Faktor-Login
regelmäßige Sicherheitsupdates und Support
Tipp: Anbieter wie Accountable, Lexoffice, sevDesk, FastBill oder easybill erfüllen in der Regel diese Kriterien.
AV-Vertrag prüfen und abschließen
Den AV-Vertrag findest du meist:
im Kundenkonto (Download-Bereich oder Einstellungen)
im Rahmen des Registrierungsprozesses
oder auf Anfrage beim Support
Wichtig: Lade den AV-Vertrag herunter, unterschreibe ihn ggf. digital und archiviere ihn gut auffindbar – er gehört zu deiner Datenschutzdokumentation.
Zugriff absichern
Vergib individuelle Zugänge mit Rollen (z. B. für Buchhalter:innen oder Assistenz)
aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung, wenn dein Tool das anbietet
prüfe regelmäßig, wer Zugriff auf deine Rechnungsdaten hat
achte auf sichere Passwörter und nutze idealerweise einen Passwortmanager
Tipp: Achte darauf, dass dein E-Rechnungstool moderne Sicherheitsstandards wie TLS 1.2+ für die Übertragung, automatische Formatprüfungen und idealerweise digitale Signaturen unterstützt – besonders dann, wenn du Rechnungen an Behörden oder größere Organisationen verschickst.
Datenschutzerklärung aktualisieren
Wenn du über deine Website Produkte verkaufst oder Dienstleistungen anbietest, solltest du in deiner Datenschutzerklärung:
das von dir genutzte Tool (z. B. Accountable) benennen
den Zweck der Datenverarbeitung angeben (z. B. gesetzlich vorgeschriebene Rechnungsstellung)
auf den Serverstandort und die AV-Verarbeitung hinweisen
ggf. auf Übermittlungen in Drittländer eingehen
Du bist dir unsicher? Es gibt Vorlagen oder DSGVO-Generatoren (z. B. von eRecht24 oder Datenschutz-Generator.de), die dir helfen können.
E-Rechnungen bringen viele Vorteile für dich als Selbstständige:r oder Freelancer:in – sie automatisieren Prozesse, sparen Zeit und helfen dir, gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Gleichzeitig darfst du den Datenschutz dabei nicht aus den Augen verlieren.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools und ein paar klaren Schritten kannst du deine E-Rechnungsprozesse problemlos DSGVO-konform gestalten. Das bedeutet konkret:
Du weißt, wer Zugriff auf deine Rechnungsdaten hat,
du nutzt nur vertrauenswürdige Tools mit AV-Vertrag und EU-Hosting,
und du sorgst für Transparenz – z. B. in deiner Datenschutzerklärung.
So schützt du nicht nur sensible Kund:innendaten, sondern stärkst auch das Vertrauen in dein Business – und bist für gesetzliche Prüfungen bestens vorbereitet. Datenschutz muss kein Hürdenlauf sein, wenn du ihn von Anfang an mitdenkst.
FAQ: Häufige Datenschutzfragen zu E-Rechnungen
Darf ich Rechnungsdaten in der Cloud speichern?
Ja, solange der Anbieter DSGVO-konform arbeitet, ein AV-Vertrag vorliegt und die Daten sicher verarbeitet werden. Achte auf Serverstandorte in der EU oder entsprechende Garantien bei US-Anbietern.
Was gehört in die Datenschutzerklärung, wenn ich E-Rechnungstools nutze?
Du solltest angeben:
welcher Anbieter genutzt wird (z. B. Accountable, sevDesk, Lexoffice)
wo die Daten gespeichert werden (z. B. EU-Server)
zu welchem Zweck die Verarbeitung erfolgt (z. B. gesetzliche Buchführungspflicht)
ggf. Hinweise zur Auftragsverarbeitung und Datensicherheit
📌 Wie sicher ist die Übertragung über Peppol?
Peppol ist ein EU-weites Netzwerk für strukturierte Datenübertragung mit hohen Sicherheitsstandards. Die Übertragung ist verschlüsselt und erfolgt nur über zertifizierte Zugangspunkte. Auch für sensible Rechnungsdaten ist Peppol eine sichere Lösung.
Muss ich mich als Kleinunternehmer:in auch um DSGVO-Konformität kümmern?
Ja. Die Größe deines Unternehmens spielt keine Rolle – sobald du personenbezogene Daten verarbeitest, bist du verpflichtet, die DSGVO einzuhalten. Mit der richtigen Lösung ist das auch für Solo-Selbstständige gut machbar.
Was tun bei einem Datenleck?
Du musst den Vorfall ggf. innerhalb von 72 Stunden der Datenschutzbehörde melden – abhängig davon, wie sensibel die betroffenen Daten sind. Auch deine Kundschaft musst du informieren, wenn ein hohes Risiko besteht. Gute Tools helfen dir mit Backup-Strategien und Monitoring.
Selbstständig starten, ohne Steuerfehler
Der komplette Leitfaden für die ersten 12 Monate - von Steuerberatern geprüft
Markus ist ein erfahrener Steuerberater-Partner bei Accountable. Er schreibt und berät zu den Themen Finanzplanung, Steuerstrategien und Unternehmensgründung.
Steuern? Einfach, einfach! Ich kann mit Accountable mein Business super effizient gestalten was den Verwaltungs-Teil betrifft. Auch bei Fragen ist der Steuer-Coach (auch mit echten Menschen ;-)) wirklich schnell und super hilfreich! Alles in allem kann ich Accountable einfach weiterempfehlen.
Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
Ich habe noch nie ein Finanzprogramm benutzt, das so zuverlässig, treffsicher und genau die Belege automatisiert ausliest. Einfach super. Die Buchung der einzelnen Vorgänge geht damit in Windeseile – und wenn mal eine Fall nicht ganz klar ist, hilft die KI und der Chatbot super weiter. Die automatischen Vorschläge zur Belegzuordnung sind auch für den absoluten Laien perfekt verständlich. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich noch nie so schnell die Belegerfassung erledigt hatte. Ich pflege gerade die letzten Monate ein und bin damit ruckzuck durch.
Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann
Niklas
28.03.2025
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