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Das Homeoffice gehört inzwischen für viele zum Alltag – und bringt neben Flexibilität auch steuerliche Vorteile mit sich. Doch was lässt sich genau absetzen? Wie sieht es mit Mietkosten, Strom und Arbeitsmitteln aus? Wir verraten dir, was du im heimischen Arbeitszimmer von der Steuer absetzen kannst.
Arbeitszimmer absetzen: Das sind die Voraussetzungen
Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt an: dem häuslichen Arbeitszimmer. Prinzipiell kannst du die Kosten für dein Arbeitszimmer von der Steuer absetzen. Dafür muss es allerdings ein paar Vorgaben erfüllen:
Das Arbeitszimmer muss ein eigenständiger, klar abgegrenzter Raum sein, der ausschließlich oder nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer reicht nicht aus.
Der Raum darf sich nicht in einem Abstellraum oder Keller befinden, sondern muss funktional und beruflich nutzbar sein.
Doch das heißt noch nicht, dass du auch die gesamten Mietkosten geltend machen kannst. Es kommt nämlich zusätzlich darauf an, ob dein Arbeitszimmer auch den Mittelpunkt deiner beruflichen Tätigkeit darstellt. Das ist bei Selbstständigen oft der Fall, nicht jedoch bei Arbeitnehmer:innen, die lediglich einen Tag die Woche zuhause arbeiten. Wer also nur teilweise von zuhause aus arbeitet, kann nicht die kompletten Kosten für das Arbeitszimmer absetzen, sondern lediglich den pauschalen Betrag von 1.250 € pro Jahr – und auch das gilt nur, wenn du keinen anderen Arbeitsplatz für die dort zu erledigenden Arbeiten hast.
Wenn du aber deinen festen Arbeitsplatz bei dir zuhause hast, kannst du die anteiligen Mietkosten für dein Homeoffice in deiner Steuererklärung geltend machen. Dafür musst du nur noch die genaue Größe des Zimmers kennen und den entsprechenden Quadratmeter-Mietpreis dafür ausrechnen.
💡Beispiel: Dein Arbeitszimmer ist 15 m² groß und die Gesamtwohnfläche deiner Wohnung beträgt 75 m². Das bedeutet, dass 20 % der Miete und Nebenkosten auf das Arbeitszimmer entfallen. Betragen die monatlichen Gesamtkosten 1.000 €, kannst du 200 € anteilig geltend machen. Nutzt du den Raum jedoch nur an 5 von 7 Tagen beruflich, sind entsprechend 5/7 dieses Anteils steuerlich relevant.
Wenn dein häusliches Arbeitszimmer die oben genannten Kriterien erfüllt, kannst du zusätzlich zur Miete auch die anteiligen Nebenkosten von der Steuer absetzen. Dazu gehören:
Strom- und Heizkosten: Besonders relevant durch steigende Energiepreise.
Internetkosten: Dies schließt auch die Grundgebühr für deinen Internetvertrag ein.
Betriebskosten aus der Nebenkostenabrechnung: Müllabfuhr, Hausmeister:in, Reinigungskosten.
Auch hier gilt, dass du die Kosten nicht in voller Höhe, sondern nur anteilig für das Arbeitszimmer absetzen kannst. Zusätzlich darfst du dabei ausschließlich beruflich genutzte Zeiten berücksichtigen. So kannst du dein Homeoffice steuerlich geltend machen und von den Vorteilen profitieren.
➡️Du arbeitest nicht im Homeoffice, sondern häufiger in einem Co-Working Space oder einer Werkstatt? Hier findest du alle weiteren Infos, wie du deinen Arbeitsplatz absetzen kannst!
Die Hausratversicherung anteilig absetzen
Versicherungen, die betriebliche Risiken minimieren, kannst du in der Regel ebenfalls absetzen. Das betrifft auch die Hausratversicherung für deine Wohnung.
Die Kosten hierfür kannst du, ebenfalls wie die Miete für dein Arbeitszimmer, anteilig absetzen, sofern die oben genannten Voraussetzungen für ein häusliches Arbeitszimmer eingehalten werden.
Kosten für Büromittel absetzen
Um produktiv zu arbeiten, benötigst du verschiedene Arbeitsmittel. Diese kannst du zu 100 % von der Steuer absetzen, wenn sie beruflich genutzt werden:
Bürobedarf: Aktenordner, Kugelschreiber, Papier.
Technische Geräte: Laptop, Drucker, Monitor – auch privat genutzte Geräte sind anteilig absetzbar, wenn mindestens 10 % beruflicher Nutzung nachgewiesen werden.
Sollten die Ausgaben allerdings mehr als 952 € betragen, müssen sie eventuell abgeschrieben werden und können nicht sofort in voller Höhe abgezogen werden. Vergiss dabei nicht, dir für jede betriebliche Anschaffung einen Beleg oder eine Rechnung ausstellen zu lassen, damit du sie von der Steuer absetzen kannst.
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Büromöbel im Arbeitszimmer steuerlich absetzen
Um im Homeoffice anständig arbeiten zu können, brauchst du natürlich auch entsprechende Büromöbel wie einen Schreibtisch, einen Schreibtischstuhl, eventuell einen Monitor usw. All diese Anschaffungen kannst du zu 100% von der Steuer absetzen. Dabei kannst du Arbeitsmittel, die inklusive der Umsatzsteuer nicht mehr als 952€ gekostet haben, im Anschaffungsjahr in voller Höhe absetzen. Bei höheren Kosten musst du die Kosten allerdings auf die voraussichtliche Nutzungsdauer aufteilen.
Arbeitszimmer mit der Homeoffice-Pauschale absetzen
Durch die Homeoffice-Pauschale ist es seit ein paar Jahren wesentlich einfacher geworden, das Arbeitszimmer abzusetzen – auch, wenn dein Arbeitsraum nicht den strengen Vorschriften entspricht. Für bis zu 210 Tage im Jahr kannst du nun 6 € pro Tag, also insgesamt 1.260 Euro von der Steuer absetzen.
Durch diese einfache Regelung können Arbeitnehmer:innen ohne festen Arbeitsraum ebenfalls steuerliche Vorteile nutzen, ohne genaue Nachweise über Strom-, Miet- oder Nebenkosten einreichen zu müssen.
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Patric S
31.03.2026
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marco moertzsch
20.11.2025
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vuno7
20.11.2025
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LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann