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Fixkosten berechnen: So behältst du die Kontrolle über deine Finanzen

Geschrieben von: Sophia Merzbach

Aktualisiert am: Februar 13, 2025

Lesezeit: 4 Minuten

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Fixkosten sind nicht dein Feind, sondern ein wichtiger Hebel für deinen Unternehmenserfolg. Indem du sie kennst, berechnest und optimierst, behältst du die Kontrolle über deine Finanzen und steuerst zielsicher in Richtung deiner Unternehmensziele. Mit diesem Artikel wirst du zum Fixkosten-Profi. Hier lernst du, deine Fixkosten zu berechnen, versteckte Kostenfallen aufzudecken und dein Unternehmen so auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. 

Fixkosten berechnen: Was sind eigentlich Fixkosten?

Wenn du ein Unternehmen führst oder als Freelancer:in selbstständig bist, fallen jeden Monat bestimmte Kosten an – ganz egal, ob du gerade viel oder wenig verdienst, ob du boomst oder stagnierst. Büro-Miete, Strom, Versicherungen… Rechnungen flattern ins Haus und ins E-Mail-Postfach und wollen bezahlt werden – das sind deine Fixkosten. Da Fixkosten immer monatlich in gleicher Höhe anfallen, sind sie planbar und bilden die Grundausgaben deines Unternehmens. Hier ein paar Beispiele:

  • Miete / Pacht für dein Geschäft oder Büro, für Verkaufsflächen, Produktionsstätten oder Lagerflächen 
  • Gehälter deiner Festangestellten
  • Abschreibungen auf Maschinen und andere Anlagen
  • Zinsen für Kredite
  • Kosten für Gebäudereinigung
  • Versicherungen

➡️ Arbeitnehmer:innen richtig versichern: In diesem Blogartikel erhältst du Informationen und Tipps für selbstständige Arbeitgeber:innen

Die Berechnung von Fixkosten und variablen Kosten: Was sind variable Kosten?

Bei Fixkosten handelt es sich um monatliche Ausgaben, die unabhängig von deiner Leistung oder deinem Umsatz anfallen. Variable Kosten sind Ausgaben, die mit deiner Geschäftsaktivität schwanken. Je mehr du produzierst oder verkaufst, desto höher fallen sie aus. Variable Kosten sind weniger planbar, dafür aber auch flexibler und können durch effiziente Prozesse optimiert werden. Hier ein paar Beispiele:

  • Transportkosten
  • Versandkosten
  • Rohstoffe
  • Provisionen
  • Fremdleistungen
  • Energiekosten (für Maschinen)

Warum ist es wichtig, deine Fixkosten zu berechnen?

Fixkosten sind wie ein monatliches Abo, das immer pünktlich bezahlt werden will. Selbst wenn dein Geschäft mal schwächelt, bleiben diese Kosten bestehen. Kennst du sie genau, kannst du rechtzeitig reagieren, bevor Engpässe in der Kasse entstehen.

Fixkosten sind zudem nicht in Stein gemeißelt. Oftmals verbergen sich hinter scheinbar fixen Posten versteckte Einsparpotenziale. Wer seine gesamten Fixkosten berechnen kann, findet leichter Möglichkeiten, um Geld zu sparen und die Gewinne zu maximieren.

➡️ Steuern sparen: So kannst du die Kosten für deinen Arbeitsplatz absetzen

Fixkosten berechnen: Deine Formel

Wo verstecken sich die heimlichen Kostentreiber in deinem Unternehmen? Mit der richtigen Formel kannst du deine durchschnittlichen Fixkosten schnell und einfach berechnen und so deine Finanzen im Griff behalten.

Die Grundformel

Die Berechnung der Fixkosten basiert auf einer einfachen Formel:

Fixkosten = Gesamtkosten - variable Kosten

Was bedeuten die einzelnen Bestandteile?

  • Gesamtkosten: Alle Kosten, die in einem bestimmten Zeitraum anfallen, z.B. für Miete, Gehälter, Strom, Material und Marketing.
  • Variable Kosten: Alle Kosten, die sich mit der Produktionsmenge oder dem Leistungsangebot verändern, z.B. Materialkosten, Provisionen und Transportkosten.
  • Fixkosten: Kosten, die unabhängig von der Produktion oder Leistung anfallen, z. B. Miete, Gehälter oder Abschreibungen.

Beispiel für die Berechnung der Fixkosten und variablen Kosten

Nehmen wir an, dein Unternehmen hat in einem Monat Gesamtkosten von 10.000 € und variable Kosten von 6.000 €.

Berechnung der Fixkosten:

10.000 € (Gesamtkosten) - 6.000 € (variable Kosten) = 4.000 € (Fixkosten)

Deine Fixkosten betragen also 4.000 € pro Monat.

Fixkosten pro Stück berechnen

Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Um deine Fixkosten richtig einzuschätzen, musst du sie ins Verhältnis zu deiner Leistung setzen. Deshalb berechnen wir jetzt die Fixkosten pro Stück. Die Fixkosten pro Stück zu berechnen, ist ein wichtiger Schritt zur Optimierung deiner Kostenstruktur und zur Steigerung deiner Gewinne. Mit dem Wissen über deine Fixkosten pro Stück kannst du:

  • Deine Preisgestaltung optimieren: Stell sicher, dass deine Preise deine Fixkosten und variablen Kosten abdecken und gleichzeitig einen angemessenen Gewinn erzielen.
  • Entscheidungen über Produktionsmengen treffen: Finde die optimale Produktionsmenge, um deine Fixkosten pro Stück zu minimieren und deine Rentabilität zu maximieren.
  • Engpässe bei hohen Fixkosten identifizieren: Analysieren deine Fixkosten pro Stück nach Produktgruppen oder Abteilungen, um Bereiche mit hohem Kostentreiberpotential zu finden.

Du möchtest die Rentabilität deines Unternehmens steigern und finanzielle Flexibilität gewinnen? In diesem Blogartikel erfährst du effektive Strategien, um deine Fixkosten zu senken

Fixkosten pro Stück berechnen: Deine Formel

Und so gehst du vor: Teile die Fixkosten durch die Produktionsmenge.

Fixkosten pro Stück = Fixkosten / Produktionsmenge

Nehmen wir an, dein Unternehmen produziert in einem Monat 1.000 T-Shirts und die Fixkosten für Miete, Gehälter und Versicherungen betragen 4.000 €. Die Fixkosten pro T-Shirt berechnest du dann wie folgt:

Berechnung der Fixkosten pro Stück:

4.000 € (Fixkosten) / 1.000 Stück = 4 € (Fixkosten pro Stück)

Das bedeutet: Jedes deiner T-Shirts trägt 4 € Fixkosten.

Fixkosten berechnen: Der Deckungsbeitrag

Anhand des Deckungsbeitrages berechnest du, welcher Betrag dir zur Verfügung steht, um deine Fixkosten zu decken. Gleichzeitig ist der Deckungsbeitrag ein wichtiges Instrument, um deine Profitabilität zu beurteilen. Er zeigt auf, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen erwirtschaftet, nachdem die variablen Kosten abgedeckt sind. Je höher der Deckungsbeitrag, desto besser steht es um deine Rentabilität. 

Deckungsbetrag berechnen: Deine Formel

Und so gehst du vor: Um den Deckungsbetrag zu berechnen, ziehst du die variablen Kosten von deinem Umsatz ab.

Deckungsbeitrag = Umsatz - variable Kosten

Gehen wir davon aus, deine Fixkosten belaufen sich auf 4.000 €. Dein Unternehmen macht 8.000 € Umsatz im Monat und hat variable Kosten in Höhe von 3.000 €. 

8.000 € (Umsatz) - 3.000 € (variable Kosten) = 5.000 € Deckungsbeitrag

Laut Berechnung liegt dein Deckungsbeitrag bei 5.000 €. Da sich deine Fixkosten auf 4.000 € belaufen, liegst du 1.000 € Euro über den Fixkosten. Das heißt, du bist fein raus und verzeichnest in diesem Monat einen Gewinn. Super!

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Autor:in - Sophia Merzbach

Sophia ist seit vielen Jahren Teil des Accountable-Teams und verbindet journalistische Genauigkeit mit handfestem Steuerwissen.

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