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Wenn du dich mit einem Gewerbe selbstständig machen möchtest kann es sein, dass du für deine Tätigkeit eine Sondergenehmigung in Form einer besonderen Zulassung oder Erlaubnis benötigst. Welche Jobs das sind und wie die Gewerbeanmeldung im Detail funktioniert, erfährst du auf dieser Seite.
Grundlegendes vorab: Bin ich Freiberufler oder ein Gewerbe?
Bevor wir in die speziellen Einzelfälle gehen, bei denen man eine Sondergenehmigung für die Gewerbegründung benötigt, sollten wir erst einmal klären, wann du als Gewerbetreibender giltst und wann du in die Kategorie der freien Berufe fällst. Aus dieser Unterscheidung ergibt sich nämlich, wie du deine selbstständige Tätigkeit anmelden und welche Steuern du zahlen musst.
In welche Kategorie du fällst, kannst du dir dabei aber nicht einfach so aussuchen. Die Unterscheidung wird vielmehr auf Basis deines Jobs vorgenommen. Freie Berufe sind dabei prinzipiell Jobs, die:
eine Dienstleistung (und keine Waren) anbieten
persönliche Fachkenntnisse (z.B. durch ein Studium oder eine Ausbildung) erfordern
eigenverantwortlich und leitend ausgeübt werden
Bei Gewerben ist die Definition hingegen ein wenig anders. Ein Gewerbe betreibst du, wenn:
Du keinen freien Beruf oder einen Beruf im Bereich der Land- und Forstwirtschaft ausübst
Du eine selbständige nachhaltige Betätigung mit Gewinnabsicht ausübst
Du dich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligst
Sowohl Freiberufler als auch Gewerbetreibende müssen einmal im Jahr eine Einkommensteuererklärung abgeben und Einkommensteuer entrichten.
2. Gewinnermittlung
Darüber hinaus muss auch eine Gewinnermittlung beim Finanzamt eingereicht werden, die klar die beruflichen Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt. Freiberufler können hierfür die relative simple Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) verwenden und sie samt ihrer Einkommensteuererklärung abgeben.
Bei Gewerbetreibenden kommt es allerdings darauf an, wie viel Umsatz bzw. Gewinn sie gemacht haben: Bis zu einem Umsatz von 600.000 Euro und einem Gewinn von 60.000 Euro können sie ebenfalls eine EÜR abgeben. Sobald sie jedoch auch nur über eine der beiden Grenzen kommen, muss die wesentlich komplexere doppelte Buchführung für eine Bilanzierung angewandt werden.
Ein weiterer Unterschied zwischen Freiberuflern und Gewerben ist die Zahlung von Gewerbesteuer. Dies entfällt für Angehörige der freien Berufe komplett. Gewerbetreibende hingegen müssen einmal im Jahr eine Gewerbesteuererklärung einreichen. Für die Berechnung der Gewerbesteuer wird ein sogenannter Hebesatz verwendet, der je nach Wohnort unterschiedlich hoch ist. Wie viel du zahlst, hängt also vom Standort deines Gewerbes ab.
💡 Tipp von Accountable:Bei der Gewerbesteuer gibt es allerdings einen Freibetrag: Erst, wenn du jährlich mehr als 24.500€ Gewinn verdienst, musst du Gewerbesteuer zahlen. Alles bis zu dieser Zahl ist von der Gewerbesteuer ausgenommen.
Schließlich müssen sich sowohl Freiberufler als auch Gewerbetreibende um die Zahlung der Umsatzsteuer kümmern. Dabei gibt es jedoch die Ausnahme der Kleinunternehmerregelung, bei der du dich bei einem nachweislich geringem Einkommen von der Zahlung der Umsatzsteuer befreien lassen kannst.
Für welche Jobs braucht man eine Sondergenehmigung?
Es gibt einige Berufe, die in den Bereich eines Gewerbes fallen und für die die Betreiber eine Sondergenehmigung benötigen. Dazu gehören unter anderem:
Bewachungsunternehmen
Fahrschulen
Finanzdienstleistungen
Gaststätten und Hotels
Handel oder Herstellung von freiverkäuflichen Arzneimitteln
Arbeitsvermittlung
Kitas
Pflegedienste und Privatkrankenanstalten
Verkehrsgewerbe wie Taxi- und Busunternehmen
Die ausführliche Liste von der Bundesregierung mit allen Berufen findest du hier.
Bei den Sondergenehmigungen handelt es sich normalerweise um einen Nachweis über eine bestandene staatliche Prüfung, eine relevante Ausbildung oder ein Studium, oder um das Nachweisen von bestimmten Unterlagen wie beispielsweise einem polizeilichen Führungszeugnis oder einem Schein vom Gesundheitsamt.
Um eine Genehmigung in einem der aufgelisteten Jobs zu bekommen, kannst du dich in der Regel an deine zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) wenden.
Wie funktioniert die Gewerbeanmeldung?
Um ein Gewerbe neu anzumelden, musst du dich bei dem für deinen Wohnort zuständigen Gewerbeamt melden. Dabei kommt es allerdings nicht auf deine Wohnanschrift, sondern die Adresse deines Firmensitzes oder Büros an. Je nach Gewerbeamt kann es sein, dass du einen Termin für die Anmeldung benötigst.
Für die Gewerbeanmeldung musst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen und die eventuell für deinen Job notwendigen Sondergenehmigungen einholen und bei der Anmeldung vorlegen.
Beim Gewerbeamt beantragst du außerdem deinen Gewerbeschein. Dieser kostet je nach Standort zwischen 20 Euro und 70 Euro. Nach erfolgreicher Anmeldung informiert das Gewerbeamt dann auch das Finanzamt und die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) über deine Gewerbeanmeldung.
Daraufhin wird dich das Finanzamt zur Abgabe des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung auffordern. Diesen kannst du aber auch schon vor der offiziellen Aufforderung vorbereiten und abgeben.
💡 Tipp von Accountable: Wenn du nicht auf das Finanzamt warten sondern direkt mit deiner Anmeldung loslegen willst, dann kannst du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auch direkt auf unserer Seite ausfüllen und abschicken. Hier geht’s zum Fragebogen.
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Markus ist ein erfahrener Steuerberater-Partner bei Accountable. Er schreibt und berät zu den Themen Finanzplanung, Steuerstrategien und Unternehmensgründung.
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Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
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vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
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Anonym
25.03.2026
Ich habe noch nie ein Finanzprogramm benutzt, das so zuverlässig, treffsicher und genau die Belege automatisiert ausliest. Einfach super. Die Buchung der einzelnen Vorgänge geht damit in Windeseile – und wenn mal eine Fall nicht ganz klar ist, hilft die KI und der Chatbot super weiter. Die automatischen Vorschläge zur Belegzuordnung sind auch für den absoluten Laien perfekt verständlich. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich noch nie so schnell die Belegerfassung erledigt hatte. Ich pflege gerade die letzten Monate ein und bin damit ruckzuck durch.
Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann