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Selbstständig machen als Make-Up-Artist – so geht’s

Aktualisiert am
Lesezeit 4 Minuten

Make-Up-Artisten sind gefragter denn je. Egal ob für Hochzeiten, besondere Anlässe oder Film- und Fernsehproduktionen, die Nachfrage nach professionellen Make-Up-Künstlern ist extrem groß. Eine große Chance also für dich, wenn du dich für Make-Up interessierst und den Pinsel gerne zu deinem Arbeitswerkzeug machen würdest.

In diesem Artikel erklären wir, wie du dich als Make-Up-Artist selbstständig machen kannst und welche steuerlichen Besonderheiten du dabei berücksichtigen solltest. 

Selbstständig als Make-Up-Artist, das musst du wissen

Wie werde ich Make-up-Artist?

Grundsätzlich kann sich jeder als Make-Up-Artist selbstständig machen, der über die entsprechenden Fähigkeiten für den Job verfügt – denn der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt. Dennoch gibt es zahlreiche Aus- und Weiterbildungsangebote, mit denen du dich zum Make-Up-Artist ausbilden lassen kannst. 

Das kann nicht nur für deine Skills in dem Bereich von Vorteil sein, sondern auch für den späteren Erfolg in dem Beruf. Da es mittlerweile sehr viele Make-Up-Artisten gibt, kann eine Ausbildung ein entscheidender Faktor für Kunden sein, um mit dir zusammenzuarbeiten. Außerdem bieten viele Ausbildungsstätten auch den Vorteil des Networkings, denn dort kommst du nicht nur mit Ausbildern und anderen Auszubildenden, sondern auch mit potenziellen Kunden in Berührung. Das kann ein entscheidender Vorsprung für den Schritt in die Selbstständigkeit sein. 

➡️ Erste Schritte in die Selbstständigkeit Teil 1: Das solltest du vor dem Start wissen

Wie viel verdienen Make-up-Artists?

Es gibt eine große Preisspanne in der Beauty-Branche und das betrifft auch den Verdienst von Make-Up-Artisten. Während viele Artists gerade zu Beginn ihrer Karriere wahrscheinlich nach einem festen Stundensatz abrechnen, können etabliertere Make-Up-Artisten mit Stammkunden und einem guten Ruf durchaus höhere Gesamtgagen für Jobs abrechnen.

Wie viel du verdienst, hängt also sowohl von deinem Klientel, als auch deiner eigenen Erfahrung ab. Bei der Berechnung deiner Preise solltest du übrigens unbedingt mit einberechnen, ob du einen Anfahrtsweg zu dem Job hast und auch den Wert der von dir mitgebrachten Produkte nicht vergessen. 

➡️ So kannst du Fahrkosten von der Steuer absetzen!

Sind Make-Up-Artists Freiberufler oder ein Gewerbe?

Als Make-Up-Artist übst du in aller Regel einen freien Beruf aus, da dieser nicht von einer Berufsbezeichnung geschützt ist und außerdem eine künstlerische Tätigkeit umfasst. 

Das heißt, dass du dich für die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit nicht beim Gewerbeamt anmelden, sondern einfach nur den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen musst.

Es ist jedoch möglich, dass je nach Ausrichtung deiner Tätigkeit das Finanzamt anders entscheidet. Ob du Freiberufler oder Gewerbe bist, erfährst du in dem Brief, den du nach Anmeldung der Selbstständigkeit von deinem Finanzamt erhältst.

💡Tipp von Accountable: Zur Frage, ob du als Make-Up-Artist Freiberufler:in bist oder ein Gewerbe anmelden musst, hilft dir auch unser kurzer Test weiter!

➡️ Hier kannst du diesen Fragebogen direkt online ausfüllen

Kann ich als Make-Up-Artist Kleinunternehmer sein?

Je nachdem wie viel du planst, mit deiner Tätigkeit als selbstständige:r Make-Up-Artist zu verdienen, kann es für dich von Vorteil sein, von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch zu machen. Diese befreit dich nämlich von der Umsatzsteuerpflicht, sofern du die vorgegebenen Umsatzgrenzen nicht überschreitest.

Ob es sich als Make-Up-Artist aber wirklich lohnt, keine Umsatzsteuer zu zahlen, solltest du vorab gut durchrechnen oder dich im Zweifel von einem Steuerprofi beraten lassen. Denn als Make-Up-Artist hast du bereits zu Beginn deiner Tätigkeit einige berufliche Ausgaben, für die es sich lohnen kann, keine Umsatzsteuer zu zahlen – und die kriegst du nur zurück, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist. Mehr dazu findest du hier.

➡️Mehr zur Kleinunternehmerregelung inklusive der Einkommensgrenzen findest du hier

Kann ich als Make-Up-Artist in die Künstlersozialkasse?

Als Selbstständige:r musst du dich selbst um deine Krankenversicherung kümmern und außerdem auch die volle Beitragslast tragen. Denn anders als bei Angestellten hast du ja keinen Arbeitgeber, der die Hälfte der Beiträge für dich einzahlt. 

Um speziell selbstständigen Künstlern bei dieser Misere zu helfen, gibt es die Künstlersozialkasse, kurz KSK. Diese übernimmt für ihre Mitglieder quasi die Rolle des Arbeitgebers und zahlt die andere Hälfte der Beiträge ein. 

Um jedoch in die KSK aufgenommen zu werden, musst du von der Versicherung als freischaffende:r Künstler:in eingestuft werden. Das sollte in aller Regel bei Make-Up-Artisten der Fall sein. Dementsprechend kannst du dich als selbstständiger Make-Up-Artist um eine Aufnahme in die Künstlersozialkasse bewerben.

➡️ Hier findest du mehr Infos zu der KSK

Was sind meine Steuerpflichten?

Kommen wir nun zum Eingemachten: Deinen Steuerpflichten als selbstständiger Make-Up-Artist. Wenn du nicht als Kleinunternehmer angemeldet bist, dann sind die folgenden Steuermeldungen Pflicht für dich:

  • Die jährliche Einkommensteuererklärung
  • Die jährliche Umsatzsteuererklärung
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen im laufenden Jahr

➡️ Hier erfährst du, wie viel Einkommensteuer du voraussichtlich zahlen musst

➡️Hier gibt es mehr Infos rund um die Umsatzsteuer

Zusätzlich zu der Einkommensteuererklärung musst du außerdem in der Regel auch eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) abgeben. Dies ist ein gesondertes Formular, in dem du deine Einnahmen aufschlüsselst. 

➡️Hier findest du eine detaillierte Anleitung zur Einnahmenüberschussrechnung

💡 Tipp von Accountable: Mit unserer Steuerlösung kannst du alle Steuererklärungen erstellen und auch direkt ans Finanzamt übermitteln. Erledige deine Steuern einfach per kostenloser App und Desktop Version am Laptop. So behältst du außerdem von Anfang an den Überblick über deine Einkünfte und Ausgaben!

Was kann ich von der Steuer absetzen?

Das Gute an der Selbstständigkeit ist, dass du nicht nur Steuern zahlen musst, sondern auch gezahlte Steuern für berufliche Anschaffungen zurückbekommen kannst. Zu den gängigsten sogenannten Betriebskosten für Make-Up-Artisten gehören etwa Pinsel sowie eine große Auswahl an Make-Up-Produkten, aber auch Schürzen und Utensilien wie Trolleys und Tragegürtel, um die Produkte mobil von einem Kunden zum nächsten transportieren zu können. 

Wenn du außerdem von Zuhause aus arbeitest, kannst du auch die anteiligen Kosten für dein Homeoffice absetzen. Und wenn du mit deinem Auto zu Kunden fährst, kannst du unter anderem deine Spritkosten geltend machen. 

➡️Was genau du alles absetzen kannst, erfährst du in diesem Artikel!

Fazit: Werde jetzt selbstständiger Make-Up-Artist

Auf den Geschmack gekommen? Dann leg direkt los und melde dich jetzt mit Accountable direkt selbstständig. Fülle einfach den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auf unserer Seite aus und wir schicken ihn direkt und sicher an das Finanzamt. Deiner Karriere als Make-Up-Artist steht nichts mehr im Weg!

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Sophia Merzbach, creative writer und content producer
Sophia Merzbach, creative writer und content producer

Sophia liebt es zu lesen und kreative Texte zu schreiben. Sie freut sich sehr, Teil des bunten Teams von Accountable zu sein und wird langsam aber sicher zum Profi in Steuerfragen.
In ihrer Freizeit trifft man sie in der Boulderhalle, im Italienischkurs oder beim Entdecken ihrer neuen Heimat Berlin.

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