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Schriftsteller:in zu werden ist der Traum vieler Menschen, und wenn du dazugehörst, hast du dich sicher schon einmal gefragt, wie das am besten gelingen kann. Das Schreiben ist die eine Sache, aber was ist zu beachten, wenn man mit seinen Texten auch Geld verdienen möchte?
Wie du als Autor:in gerade am Anfang deinen Lebensunterhalt bestreitest, unter welchen Umständen du selbstständig oder gewerbetreibend bist und welche weiteren Tipps dir helfen können, erfährst du hier.
Als Autor von Anfang an als Freiberufler arbeiten?
Gerade wenn das Schreiben dein großer Traum ist und du vielleicht noch einem Beruf nachgehst, der dich nicht erfüllt, ist es verlockend zu kündigen und nur noch an deinem Buch zu arbeiten. Bevor du das tust, solltest du aber gut durchrechnen, wie du dein Leben während des Schreibens finanzierst.
Schätze als erstes deine Fähigkeiten realistisch ein. Wer bereits beruflich schreibt und z. B. als Journalist:in oder als Texter:in arbeitet, kennt sich bereits mit Textkonzeption und Recherche aus. Wer aus einem dem Schreiben fernen Bereich kommt, braucht eventuell erstmal Zeit, um sich ein paar Skills durch Online-Kurse oder andere Fortbildungen anzueignen. Es dauert dann also unter Umständen länger, bis du mit dem Schreiben Geld verdienst.
Doch egal, ob du bereits Vielschreiber:in bist oder gerade erst am Anfang deines Traums stehst: Die meisten Menschen gehen einer anderen Tätigkeit nach, während sie am ersten Manuskript arbeiten, das sie veröffentlichen wollen.
Wer nebenberuflich schreiben will, braucht auf jeden Fall ein gutes Selbstmanagement, das einem auch hilft, wenn man hoffentlich irgendwann ganz vom Schreiben leben kann.
Außerdem ist es sinnvoll, sich über Fördermöglichkeiten zu informieren, die es einem vielleicht erlauben, weniger im regulären Job zu arbeiten. Natürlich gibt es zudem noch ein wichtiges aber leidiges Thema für Selbstständige - die Steuern. Zu beiden Themen findest du im Folgenden alles Wichtige.
Ab wann Autoren Freiberufler oder Gewerbetreibende sind
Sobald du deine Texte veröffentlichen und damit Geld einnehmen willst, musst du dich beim Finanzamt melden, um Einkünfte zu versteuern. Die Art, wie deine Bücher vertrieben werden, und wie viel Geld du mit ihnen verdienst, bestimmt, ob du als Freiberufler:in arbeiten oder als Autor:in ein Gewerbe anmelden musst.
Freiberufliche Schriftsteller
Paragraf 18 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes regelt, dass alle, die keine weitere Tätigkeit ausüben oder parallel zu einer Festanstellung als Schriftsteller:in arbeiten, als Freiberufler:innen angesehen werden.
Allerdings gilt das nur, solange deine Einnahmen im vergangenen Jahr 22.000 Euro nicht überschritten haben und du voraussichtlich im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000 Euro verdienen wirst. Solange diese Grenzen eingehalten werden, fällt deine schriftstellerische Tätigkeit unter die Kleinunternehmerregelung und du musst auch keine Umsatzsteuer zahlen.
Neben den Einnahmen ist aber auch der Vertrieb der Bücher ausschlaggebend dafür, ob ein:e Schriftsteller:in Freiberufler:in oder gewerbetreibend ist. Vertreibt ein Verlag deine Bücher oder bekommst du Tantiemen von einem Online-Anbieter wie Amazon, der deine Bücher vertreibt, bleibt dein Schreiben eine freiberufliche Tätigkeit.
Schriftsteller mit angemeldeten Gewerbe
Als Autor:in musst du ein Gewerbe anmelden, wenn du die in der Kleinunternehmerregelung vorgegebenen Einkommensgrenzen überschreitest. Ebenso, wenn du deine Bücher im Eigenverlag herausbringst oder selbstständig im Online-Vertrieb verkaufst.
Konkret heißt das, dass du unabhängig von der Einnahmenhöhe ein Gewerbe als Autor:in hast, wenn du:
deine Bücher über einen eigenen Webshop vertreibst
deine Bücher über einen Book-on-Demand-Dienst verkaufst
deine Bücher im Selfpublishing anbietest
💡Du kannst dir also als Faustformel merken: Wann immer der Vertrieb deiner Bücher in deinen Händen liegt, bist du verpflichtet, eine Gewerbe anzumelden.
Unterstützungen und Förderungen für freiberufliche Schriftsteller
Wer als Autor:in sein Schreiben nicht als freiberufliche Tätigkeit ausüben kann oder will, sollte einen Businessplan erstellen und sich mit diesem um einen Gründerzuschuss, Einstiegsgeld oder eine andere stattliche Forderung bemühen. Am besten erstellst du den Businessplan, wenn für dein Buch mindestens das Konzept steht und du auch eine klare Vorstellung hast, auf welchem Weg du das Buch vertreiben willst.
Ebenfalls eine gute Idee ist es, sich für Stipendien wie die des Deutschen Literaturfonds zu bewerben. Unter bestimmten Voraussetzungen sind die Stipendiengelder sogar steuerfrei. Die Stelle, die das jeweilige Stipendium vergibt, kann dir dazu eine auch für das Finanzamt bindende Auskunft geben.
Versicherungen für freiberufliche oder gewerbetreibende Autoren
Wenn du dich als Schriftsteller:in selbstständig machst, ist auch zu bedenken, dass du deine Krankenkasse und Rentenversicherung selbst zahlen musst. Schau dir deshalb am besten vor deiner Selbstständigkeit die Angebote der Künstlersozialkasse an. Sie bieten auch eine spezielle Künstlersozialversicherung an, bei der du nur die Hälfte des Betrags für deine Rentenversicherung selbst trägst.
Bist du als Schriftsteller:in Gewerbetreibende:r, wählst du zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung sowie einer separaten Rentenversicherung.
Steuern für selbstständige Autoren: Das musst du wissen
Wenn du dich als Autor:in oder Schriftsteller:in selbstständig machst, kommst du nicht um das Thema Steuern herum. Steuern sind ein zentraler Aspekt deiner Selbstständigkeit, und es ist wichtig, sie von Anfang an richtig zu handhaben.
Arten von Steuern
Als selbstständige:r Autor:in musst du mehrere Steuerarten im Blick haben:
Einkommensteuer: Dein Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit unterliegt der Einkommensteuer. Du bist verpflichtet, deine Einkünfte in der jährlichen Einkommensteuererklärung anzugeben. Zu den Einkünften zählen alle deine Einnahmen, die du z.B. aus Buchverkäufen, Lesungen, Honoraren und anderen Quellen haben wirst, abzüglich der betrieblichen Ausgaben.
Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer): Wenn dein Jahresumsatz 22.000 Euro im Vorjahr und 50.000 Euro im laufenden Jahr übersteigt, bist du umsatzsteuerpflichtig. Das bedeutet, du musst auf deine Einnahmen Umsatzsteuer erheben und diese an das Finanzamt abführen. Im Gegenzug kannst du die Vorsteuer abziehen, also die Umsatzsteuer, die du selbst für betriebliche Ausgaben gezahlt hast. Dies passiert mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung, die du regelmäßig ans Finanzamt übermitteln musst.
Gewerbesteuer: Als freiberufliche:r Autor:in bist du in der Regel von der Gewerbesteuer befreit. Schriftsteller zählen zu den sogenannten "Katalogberufen", die nach deutschem Recht als Freiberufler gelten. Sollte deine Tätigkeit jedoch mehr in Richtung eines gewerblichen Betriebs gehen, kann eine Gewerbesteuerpflicht entstehen.
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Steuerliche Erfassung und Steuernummer
Du musst dich beim Finanzamt als Selbstständigkeit registrieren. Die Anmeldung erfolgt mit dem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung." Hier gibst du an, welche Einkünfte du erwartest und ob du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchtest. Du kannst den Fragebogen online ausfüllen und direkt ans Finanzamt übermitteln. Anschließend erhältst du eine Steuernummer. Falls du umsatzsteuerpflichtig bist, kannst du zusätzlich eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) beantragen. Dies ist entweder direkt beim Beantragen der Steuernummer oder nachträglich online beim Bundeszentralamt für Steuern möglich. Sie ist wichtig für den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU.
Steuerliche Tipps für Autoren
Vorauszahlungen: Das Finanzamt verlangt von Selbstständigen oft vierteljährliche Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer. Kalkuliere diese Beträge ein, um finanzielle Engpässe zu vermeiden. Wenn du Accountable für deine Steuern nutzt, wird dir automatisch angezeigt, wie viel du zurücklegen musst.
Rücklagen bilden: Da dein Einkommen als Autor:in schwanken kann, ist es ratsam, finanzielle Rücklagen für Steuerzahlungen und unvorhergesehene Ausgaben zu bilden.
Betriebsausgaben absetzen: Auch als selbstständige:r Autor:in kannst du zahlreiche Ausgaben steuerlich geltend machen, darunter etwa dein Arbeitszimmer, Büromaterial, Fachliteratur, Reisekosten und Telefon- und Internetkosten.
Fazit
Es kann dauern, bis du mit dem Schreiben so viel Geld verdienst, dass du davon leben kannst. Deshalb ist es am Anfang eine gute Idee, parallel noch einem anderen Beruf nachzugehen oder – wenn möglich – Förderungen oder Stipendien zu nutzen, um den Lebensunterhalt zu sichern.
Wichtig ist aber, sich bewusst zu machen, dass du, sobald du Geld als Autor:in verdienst, Steuern zahlen musst. Deshalb solltest du dich möglichst früh über die Regeln informieren, die bestimmen, ob du als Schriftsteller:in einer freiberuflichen Tätigkeit nachgehst oder ein Gewerbe anmelden musst.
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Video: Freiberufler oder Gewerbe?
Das Video zeigt, wie sich freiberufliche und gewerbliche Tätigkeiten unterscheiden und welche Kriterien bei der Einordnung eine Rolle spielen. Außerdem geht es darum, welche Auswirkungen die Entscheidung auf Anmeldung, Steuern und deine laufenden Pflichten als Selbstständige hat.
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Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
Ich habe noch nie ein Finanzprogramm benutzt, das so zuverlässig, treffsicher und genau die Belege automatisiert ausliest. Einfach super. Die Buchung der einzelnen Vorgänge geht damit in Windeseile – und wenn mal eine Fall nicht ganz klar ist, hilft die KI und der Chatbot super weiter. Die automatischen Vorschläge zur Belegzuordnung sind auch für den absoluten Laien perfekt verständlich. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich noch nie so schnell die Belegerfassung erledigt hatte. Ich pflege gerade die letzten Monate ein und bin damit ruckzuck durch.
Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann
Niklas
28.03.2025
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