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Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist das Formular, mit dem du deine selbstständige oder gewerbliche Tätigkeit beim Finanzamt anmeldest. In ELSTER musst du dabei verschiedene Angaben zu deiner Person, deiner Tätigkeit, deinem erwarteten Umsatz und Gewinn sowie zur Umsatzsteuer machen. Auf Grundlage deiner Angaben erfasst das Finanzamt deine Tätigkeit und vergibt deine Steuernummer.
In dieser ELSTER-Ausfüllhilfe zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung online ausfüllst und welche Angaben in den einzelnen Abschnitten wichtig sind. Du erfährst unter anderem, was du bei der Tätigkeitsbeschreibung, der Gewinnprognose und der Kleinunternehmerregelung beachten solltest.
Noch einfacher geht es mit Accountable: Statt dich durch die einzelnen ELSTER-Felder zu arbeiten, kannst du den Fragebogen kostenlos Schritt für Schritt mit verständlichen Erklärungen ausfüllen.
Was brauchst du für den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER?
Bevor du den Fragebogen in ELSTER startest, solltest du einige Informationen bereithalten. Dazu gehören deine Steuer-ID und persönlichen Daten, Angaben zu deiner selbstständigen Tätigkeit sowie eine realistische Schätzung deiner Einnahmen, Ausgaben und deines Gewinns.
Außerdem solltest du dir vorab überlegen, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzen möchtest und welche Angaben zu deiner Umsatzsteuer gelten.
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER: Wo findest du ihn?
Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung findest du in deinem ELSTER-Konto unter den Formularen. Gehe dafür im ELSTER-Portal zu Formulare & Leistungen → Alle Formulare → Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.
Falls du noch kein ELSTER-Konto hast, musst du dich zunächst registrieren. Die Aktivierung per Brief dauert ca. 1–2 Wochen, plane das ein, bevor du mit der Selbstständigkeit startest. Sobald du eingeloggt bist und den Fragebogen geöffnet hast, solltest du vorab ein paar Dinge klären:
Darfst du freiberuflich arbeiten?
Das betrifft dich nur, wenn du kein Staatsbürger der EU bist. In diesem Fall benötigst du ein Visum für Freiberufler, um in Deutschland arbeiten zu dürfen.
Bist du ein Freelancer oder ein Gewerbetreibender?
Zwischen diesen beiden Begriffen gibt es nämlich eine gesetzliche Abgrenzung. Wenn du ein Gewerbetreibender bist, brauchst du einen Gewerbeschein, um deiner Tätigkeit nachzugehen. Den kannst du je nach deinem Wohnort ganz einfach im Rathaus, beim Ordnungsamt oder auch im Bürgerbüro beantragen. Sobald du dir den Gewerbeschein besorgt hast, kannst du im zweiten Schritt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen.
Weißt du, was du die nächsten zwei Jahre voraussichtlich verdienen wirst?
Um dich als Freiberufler anzumelden, musst du dem Finanzamt deine geschätzten Einkünfte für die nächsten zwei Jahre melden. Achte darauf, dass du hier nicht deinen geplanten Umsatz, sondern deinen Gewinn abgibst. Ziehe hierfür einfach deine voraussichtlichen betrieblichen Ausgaben von den geplanten Einkünften ab.
Hier kann es durchaus vorkommen, dass du eine 0 einträgst und somit nicht planst, einen Gewinn zu machen. Das ist vor allem zu Beginn der Selbstständigkeit nicht selten, da du dich erst als Freelancer etablieren und gleichzeitig wahrscheinlich ein paar teurere Anschaffungen wie Computer oder auch Büromöbel tätigen musst.
Hast du deine Kontodaten griffbereit?
Für regelmäßige Zahlungen an das Finanzamt musst du deine Kontodaten im Fragebogen zur steuerlichen Erklärung angeben. Wenn du diese Infos bereits zur Hand hast, sparst du ebenfalls Zeit beim Ausfüllen des Fragebogens.
In den folgenden Abschnitten gehen wir Feld für Feld durch den Fragebogen und erklären, welche Angaben du jeweils machen solltest.
Schritt 2: Den Fragebogen in ELSTER Feld für Feld ausfüllen
Jetzt öffnest du in ELSTER den Fragebogen und gehst die Abschnitte der Reihe nach durch. Im Folgenden erkläre ich dir Abschnitt für Abschnitt, was du als neuer Freiberufler oder Gewerbetreibender eintragen musst.
In der nächsten Zeile musst du deine Steuernummer eintragen, sofern du bereits eine hast. Falls dir bisher noch keine Steuernummer zugewiesen wurde, lässt du diese Zeile einfach leer. Das Finanzamt wird dir mit Einreichung des Fragebogens automatisch eine Steuernummer zuweisen.
Achtung: Die Steuernummer ist nicht das gleiche wie deine Steueridentifikationsnummer! Jede steuerpflichtige Person in Deutschland bekommt eine Steuernummer zugeteilt, die sich je nach Wohnort und Tätigkeit immer wieder ändern kann. Die Steuernummer muss auf der Steuererklärung angegeben und gleichzeitig auf Rechnungen vermerkt werden.
Die Steueridentifikationsnummer wird seit 2007 jedem Deutschen automatisch bei der Geburt zugeteilt und bleibt ein Leben lang bestehen. Der Plan ist, die Steuernummer irgendwann durch die Steueridentifikationsnummer zu ersetzen. Momentan existieren die beiden Nummern allerdings noch parallel voneinander.
Im ersten Abschnitt musst du Informationen über dich als Person eintragen. Dazu gehört dein Name, dein Geburtsdatum, die Berufsbezeichnung deines aktuell ausgeübten Berufs sowie deine Religionszugehörigkeit.
Außerdem musst du deine Steueridentifikationsnummer (siehe oben) sowie ggf. deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eintragen.
Im folgenden Abschnitt werden Informationen zu deinem Familienstand abgefragt.
Anschließend musst du deine Adresse im Inland sowie ggf. im Ausland oder ein entsprechendes Postfach hinterlegen. Weitere Details, die von dir zur zukünftigen Kommunikation abgefragt werden, sind deine Telefonnummer, deine E-Mail-Adresse sowie eventuell deine Website.
2. Informationen zum Ehe- oder Lebenspartner
Falls du verheiratet bist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst, musst du im zweiten Abschnitt Angaben zu deinem Partner/deiner Partnerin machen.
3. Bankverbindungen für Steuererstattungen
In diesem Abschnitt gibst du die Kontodaten an, an die eventuelle Steuererstattungen gezahlt werden sollen. Dabei kannst du zwischen einem inländischen und einem ausländischen Geschäftskonto unterscheiden.
4. Steuerliche Beratung
Wenn du mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater zusammenarbeitest, kannst du die entsprechenden Kontaktdaten hier angeben.
5. Empfangsbevollmächtigte(r) für alle Steuerarten
Hier kannst du nun deinem Steuerberater/deiner Steuerberaterin außerdem eine Empfangsbemächtigung für Post von dem Finanzamt erteilen. Dafür musst du dem Formular eine entsprechende Empfangsvollmacht beifügen. Wir empfehlen, dass du dich vorab mit deinem Steuerberater dazu besprichst.
Falls du dich allein um deine Steuern kümmerst, lässt du diese Abschnitte einfach leer.
Falls du dich allein um deine Steuern kümmerst, lässt du diese Abschnitte einfach leer.
6. Bisherige persönliche Verhältnisse
Wenn du weniger als 12 Monate an deiner aktuellen Anschrift wohnst, musst du hier deine vorige Adresse eintragen.
Falls du außerdem in den vergangenen drei Jahren bereits steuerlich erfasst wurdest, musst du dein zuständiges Finanzamt sowie deine bisherige Steuernummer angeben. Das gilt auch für deinen Ehepartner bzw. eingetragenen Lebenspartner.
7. Angaben zu deiner freiberuflichen Tätigkeit
Nun geht es um deine Selbstständigkeit. Trage in diesem Abschnitt die Bezeichnung deines Unternehmens sowie die Adresse und Kontaktdaten ein, unter denen du geschäftlich erreichbar bist. Wenn du als Freelancer tätig bist, kannst du als Bezeichnung auch einfach deinen Namen angeben. Außerdem musst du den Beginn deiner freiberuflichen Tätigkeit vermerken.
ELSTER-Hinweis: In ELSTER wird dieser Abschnitt als „Angaben zur Tätigkeit" angezeigt. Das Startdatum der Tätigkeit ist Pflichtfeld, trage hier das Datum ein, ab dem du erste Rechnungen stellst (nicht das Datum der Gewerbeanmeldung, falls später).
8. Abweichender Ort der Geschäftsleitung
Wenn die Adresse von dir als Geschäftsleitung nicht mit der vorher angegebenen Unternehmensadresse übereinstimmt, musst du hier die zusätzliche Anschrift vermerken.
9. Betriebsstätten
Sofern du ein Büro oder eine andere Betriebsstätte hast, musst du im nächsten Abschnitt Angaben hierzu machen. Wenn du von zuhause aus arbeitest, kannst du diesen Bereich ignorieren.
10. Handelsregistereintragung
Wenn du dich ins Handelsregister hast eintragen lassen, kannst du in diesem Abschnitt Details dazu eintragen.
11. Gründungsform
Im nächsten Bereich wird deine Gründungsform abgefragt. Hierbei kannst du auswählen, ob es sich um eine Neugründung, Verlegung, Verschmelzung oder eine Übernahme handelt.
Wenn letzteres der Fall ist, musst du ein paar Angaben zu dem vorherigen Unternehmen machen.
12. Bisherige betriebliche Verhältnisse
Wenn du in den letzten fünf Jahren schon einmal freiberuflich gearbeitet hast, musst du in diesem Abschnitt dazu Angaben machen.
13. Konzernzugehörigkeit
In diesem Abschnitt wirst du gefragt, ob dein Einzelunternehmen Teil eines Konzerns ist – also ob es von einem anderen Unternehmen kontrolliert oder beherrscht wird. Für klassische Einzelunternehmer oder Freiberufler ist das in der Regel nicht relevant. Gehört dein Unternehmen nicht zu einem Konzern, brauchst du hier nichts anzukreuzen und kannst direkt zur nächsten Seite weitergehen.
In ELSTER gibt es hier zwei Tabellen: Die erste fragt nach deinen voraussichtlichen Einkünften (Zeile: „Einkünfte aus selbstständiger Arbeit" für Freiberufler, „Einkünfte aus Gewerbebetrieb" für Gewerbetreibende). Die zweite Tabelle fragt nach Sonderausgaben und Steuerabzugsbeträgen – trage hier z.B. deine private Krankenversicherung ein.
Falls du verheiratet bist oder in einer eingetragenen Partnerschaft lebst, musst du auch für deine Partnerin oder deinen Partner entsprechende Angaben machen.
In der zweiten Tabelle musst du zusätzlich deine voraussichtlichen Sonderausgaben und Steuerabzugsbeträge eintragen, ebenfalls für dich und deinen Partner und für das erste Jahr der Gründung sowie das Folgejahr.
Beispiel: Du erwartest im ersten Jahr 20.000 € Gewinn, planst 2.000 € Sonderausgaben (z.B. private Krankenversicherung) – dann trägst du das entsprechend ein. Bist du verheiratet? Dann schätze auch die Werte für deinen Partner mit ein.
15. Angaben zur Gewinnermittlung
Hier musst du zuerst angeben, welche Gewinnermittlungsart du für deine Freiberuflichkeit verwenden möchtest. In der Regel trägst du hier die Zahl 1 für die Einnahmenüberschussrechnung ein. Dabei stellst du deine Einnahmen den Ausgaben gegenüber und ermittelst so deinen letztendlichen Gewinn.
In diesem Bereich kannst du außerdem angeben, ob du ein abweichendes Wirtschaftsjahr als das in Deutschland übliche Kalenderjahr von Januar bis Dezember anwendest.
16. Freistellungsbescheinigung bei Bauleistungen
Dieser Abschnitt betrifft dich nur, wenn deine Tätigkeit eine Bauleistung beinhaltet. Als Freelancer solltest du diesen Bereich normalerweise ignorieren können.
17. Angaben zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer
Das gleiche gilt für den nächsten Bereich, in dem es um Angaben zu möglichen Angestellten geht. Als Freiberufler hast du in der Regel aber keine Mitarbeiter und kannst diesen Abschnitt daher ignorieren, wenn du keine Angestellten hast.
Falls doch, musst du die Zahl der Arbeitnehmer, den Beginn der Lohnzahlungen, die Voraussichtliche Lohnsteuer und den Standort der lohnsteuerlichen Betriebsstätte angeben.
18. Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer
In diesem Bereich musst du erneut die Summe deiner geschätzten Umsätze angeben, und zwar für das Jahr deiner Gründung sowie das Folgejahr. Auf Basis dieser Angaben wird nämlich entschieden, ob du Umsatzsteuer zahlen musst oder alternativ von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen kannst.
Als Kleinunternehmer:in giltst du, wenn dein Vorjahresumsatz 25.000 € nicht übersteigt und im Folgejahr voraussichtlich 100.000 € nicht übersteigen wird.
Sofern das auf dich zutrifft, musst du angeben, ob du im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen oder darauf verzichten möchtest.
Beispiel 1: Kleinunternehmerregelung anwenden
Fall: Nebenberuflicher Texter – Start 01.01.2026 Name: Max T. Tätigkeit: Texter für Blogs und SEO Beschäftigungsstatus: Hauptberuflich angestellt, selbstständig nebenbei Entscheidung: Anwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG
Max rechnet mit einem Umsatz zwischen 250 € und 600 € monatlich im ersten Jahr und bleibt somit deutlich unter der 25.000 €-Grenze. Im Folgejahr rechnet er mit einem leichten Anstieg auf ca. 12.000 €. Auch damit bleibt er unter der 100.000 €-Grenze für das zweite Jahr.
Daraus folgt:
Max muss keine Umsatzsteuer ausweisen.
Seine Rechnungen enthalten den Hinweis: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“
Er muss keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen.
Er ist von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung befreit.
Hinweis für den Fragebogen:
Häkchen setzen bei: „Ich möchte die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch nehmen.“
Wichtig: Die Regelung ist optional. Wer auf sie verzichtet, ist 5 Jahre daran gebunden.
Sobald die Umsatzgrenzen überschritten werden, gilt automatisch die Regelbesteuerung ab dem folgenden Jahr.
Beispiel 2: Keine Anwendung der Kleinunternehmerregelung
Fall: Gründerin mit Online-Shop – Start 01.03.2025 Name: Lea H. Tätigkeit: Verkauf von handgemachtem Schmuck über Shopify Beschäftigung: Selbstständig im Vollzeitaufbau Entscheidung: Verzicht auf Kleinunternehmerregelung, da Umsatzgrenze überschritten wird.
Umsatzprognose Jahr 1 (2025)
Monat
Verkäufe
Umsatz brutto
März
1.500 €
1.500 €
April
2.200 €
2.200 €
Mai
3.000 €
3.000 €
Juni
3.800 €
3.800 €
Juli-Dez.
18.000 €
18.000 €
Gesamt
28.500 €
→ Lea überschreitet die Grenze von 25.000 € Umsatz im ersten Jahr – und kann die Kleinunternehmerregelung nicht anwenden.
Daraus folgt:
Lea ist umsatzsteuerpflichtig.
Ihre Rechnungen müssen Umsatzsteuer (z. B. 19 %) ausweisen.
Sie muss regelmäßig eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben (monatlich oder vierteljährlich).
Sie kann sich im Gegenzug aber auch die Vorsteuer aus betrieblichen Ausgaben zurückholen.
Hinweis für den Fragebogen:
Im Abschnitt „Umsatzsteuer/Kleinunternehmerregelung“ wählt Lea aus: „Ich nehme die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch.“
Wer von Anfang an Umsatzsteuer ausweist, ist automatisch Regelunternehmer.
Das ist verpflichtend, wenn die Umsatzprognose für Jahr 1 über 25.000 € liegt.
Entscheide dich für oder gegen die Kleinunternehmerregelung.Vorab musst du allerdings noch angeben, ob du ein Unternehmen erworben hast. Freiberufler werden hier in der Regel nein auswählen.
Das gilt auch für die nächsten Bereiche, in denen es um eventuelle Steuerbefreiungen und ermäßigte Umsatzsteuersätze geht.
Bei der Soll-/Istversteuerung der Entgelte wird es für dich wieder interessant: Hier gibst du an, ob du eine sogenannte Soll- oder Istversteuerung beantragen möchtest. Das bezieht sich auf den Zeitpunkt der Versteuerung. Bei der Sollversteuerung zählt das Datum der Rechnungsstellung, unabhängig davon, ob du dein Geld schon erhalten hast. Die Istversteuerung wiederum orientiert sich an dem Datum, an dem das Geld auf deinem Konto eingegangen ist.
Dementsprechend ist die Istversteuerung für Freiberufler oft wesentlich attraktiver, da du so erst dann Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen musst, wenn du auch von deinen Kunden bezahlt wurdest. Andernfalls kann es sein, dass du die Umsatzsteuerzahlung aus eigener Tasche vorstrecken musst.
Beispiel: Du schreibst am 31.03. eine Rechnung über 1.000 € netto, bekommst das Geld aber erst am 25.04.
Bei Sollversteuerung musst du die Umsatzsteuer für März abführen – egal ob das Geld schon da ist.
Bei Istversteuerung wird die Steuer erst im April fällig – wenn das Geld wirklich auf deinem Konto ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der nächste Abschnitt zur Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Hier kannst du die Vergabe einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen bzw. deine bereits bestehende Umsatzsteuer-ID angeben. Wenn du vorhast, auch mit Kunden außerhalb Deutschlands zu arbeiten, benötigst du unbedingt eine Umsatzsteuer-ID. Diese kannst du übrigens auch jederzeit nachträglich online bei dem Bundeszentralamt für Steuern beantragen.
Den folgenden Punkt wirst du als freiberuflicher Einzelunternehmer in der Regel überspringen können. Dabei geht es um Tätigkeiten im Bereich der Bau- und/oder Gebäudereinigung.
19. Umsatzsteuerliche Organschaft
Falls du ein Organträger in einer Organgesellschaft bist, musst du hier Angaben dazu machen. Wenn du Einzelunternehmer bist, kannst du im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung diesen Punkt i.d.R. überspringen.
Mit dem One-Stop-Shop (OSS) kannst du dir eine Menge Bürokratie sparen, wenn du Waren oder digitale Dienstleistungen an Privatpersonen in anderen EU-Ländern verkaufst. Statt dich in jedem Land einzeln steuerlich anzumelden, meldest du deine Umsätze einfach zentral über das OSS-Portal beim Bundeszentralamt für Steuern – ganz bequem, einmal pro Quartal. Das lohnt sich vor allem dann, wenn du über deinen eigenen Online-Shop oder Plattformen wie Etsy oder Shopify europaweit verkaufst und dein Jahresumsatz über 10.000 € netto liegt.
21. Umsätze im Bereich des Handels mit Waren über das Internet
Wenn du Waren im Internet verkaufst, ist dieser Punkt für dich wichtig. Wenn du über deine eigene Website verkaufst, musst du den entsprechenden Haken dafür setzen und die URL deines Webshops angeben.
Betreibst du jedoch Handel mit Waren über einen Drittanbieter wie z.B. einen Marketplace, benötigst du dafür eine Bescheinigung, die von dem für dich zuständigen Finanzamt erteilt wird. In diesem Fall musst du Angaben zu dem elektronischen Marktplatz machen, über den du Waren verkaufst.
22. Gesondert übermittelte Unterlagen
Abschließend kannst du hier aus der Übersicht auswählen, welche Unterlagen du noch nachreichen wirst. Das kann die oben erwähnte Vollmacht für deinen Steuerberater/deine Steuerberaterin sein oder auch die Teilnahmeerklärung für das SEPA-Lastschriftverfahren, mit dem das Finanzamt automatisch ausstehende Gelder von deinem Konto abziehen kann.
23. Anhänge
Zum Schluss gibt es noch ein Upload-Fenster, wo du weitere wichtige Unterlagen hochladen kannst. Dazu zählen Vollmachten, Verträge, Gesellschafterlisten und andere Dokumente, die für die steuerliche Erfassung relevant sein könnten.
In ELSTER lädst du solche Anhänge direkt im letzten Schritt des Formulars hoch, bevor du auf „Absenden" klickst. Akzeptierte Formate: PDF und XML. Maximale Dateigröße: 6 MB pro Datei. Vergib aussagekräftige Dateinamen (z.B. „Vollmacht_Steuerberater_2025.pdf").
Schritt 3: Den Fragebogen in ELSTER prüfen und absenden
Bevor du auf „Absenden" klickst, bietet ELSTER eine Vorschau des ausgefüllten Fragebogens an. Nutze diese, um alle Angaben noch einmal zu prüfen, insbesondere:
Beginn der Tätigkeit (Abschnitt 7)
Geschätzte Einkünfte für Jahr 1 und Jahr 2 (Abschnitt 14)
Nach dem Absenden erhältst du von ELSTER eine Eingangsbestätigung mit Transferticket. Speichere diese, denn sie ist dein Nachweis, dass das Finanzamt den Fragebogen erhalten hat.
Wie lange dauert es? In der Regel 4–6 Wochen, bis du deine Steuernummer per Post erhältst. In Ballungsräumen (Berlin, München, Hamburg) kann es auch länger dauern. Du kannst erst dann Rechnungen mit Steuernummer ausstellen, plane das ein.
Tipp: Solange du auf deine Steuernummer wartest, kannst du Rechnungen mit dem Vermerk „Steuernummer beantragt, wird nachgereicht" ausstellen.
Wo finde ich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER?
Du findest den Fragebogen in ELSTER unter: Formulare & Leistungen → Alle Formulare → Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Du kannst auch direkt in der Suchleiste „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" eingeben.
Brauche ich ein ELSTER-Konto, um den Fragebogen abzugeben?
Ja. Seit Januar 2021 ist die elektronische Einreichung über ELSTER verpflichtend. Du benötigst ein ELSTER-Konto (Registrierung dauert 1–2 Wochen wegen des Aktivierungsbriefs). Alternativ kannst du den Fragebogen über zugelassene Drittanbieter-Software einreichen.
Kann ich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung als PDF herunterladen?
ELSTER stellt keinen editierbaren PDF-Download bereit. Du füllst den Fragebogen direkt im Browser-Portal aus. Eine PDF-Kopie für deine Unterlagen kannst du nach dem Ausfüllen über die Druckfunktion von ELSTER erzeugen.
Was passiert nach dem Absenden in ELSTER?
Du erhältst sofort eine Eingangsbestätigung mit Transferticket. Das Finanzamt prüft den Fragebogen und schickt dir deine Steuernummer (und ggf. Umsatzsteuer-ID) per Post. Das dauert in der Regel 4–6 Wochen.
Kann ich den Fragebogen in ELSTER nach dem Absenden noch ändern?
Nein. Nach dem Absenden kannst du den Fragebogen nicht mehr bearbeiten. Bei Änderungen (z.B. neue Bankverbindung, geänderte Umsatzschätzung) musst du dein Finanzamt direkt kontaktieren oder einen Änderungsantrag stellen.
Muss ich die Kleinunternehmergrenze 2025 beachten?
Ja. Die Grenze wurde zum 1.1.2025 angehoben: Vorjahresumsatz maximal 25.000 € (statt bisher 22.000 €), Folgejahr voraussichtlich nicht über 100.000 €. Wenn du im Gründungsjahr diese Grenzen nicht überschreitest, kannst du die Kleinunternehmerregelung in ELSTER beantragen.
ELSTER zu kompliziert? So geht's einfacher
Alternativ zu ELSTER kannst du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auch ganz einfach mit Accountable ausfüllen. Die App führt dich Schritt für Schritt durch alle relevanten Punkte - von deinen persönlichen Daten bis zu den Angaben zu deiner Tätigkeit. So musst du dich nicht durch komplizierte Formulare kämpfen, sondern beantwortest nur klare, verständliche Fragen. Am Ende kannst du den fertig ausgefüllten Fragebogen direkt digital an dein Finanzamt übermitteln.
Wenn du den Fragebogen lieber geführt ausfüllen möchtest, ohne ELSTER-Konto und Aktivierungsbrief, zeigt dir dieses Video wie das mit Accountable funktioniert:
💡Tipp von Accountable: Die Steuersoftware von Accountable ist für alle gedacht, die sich gerade selbstständig machen. Du kannst damit jetzt schon Belege für deine beruflichen Ausgaben speichern und später alle Steuererklärungen direkt mit der App oder Web Version erledigen - auch ohne Steuer-Vorkenntnisse. Jetzt kostenlos testen!
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Patric S
31.03.2026
Top App! ich habe sowas von keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Aber es ist super erklärt und wirklich sehr leicht ! Ich bin top zufrieden
marco moertzsch
20.11.2025
Bin überwältigt wie gut diese App ist. Sie übernimmt quasi alles für dich, man muss nur seine Sachen eintragen und selbst da übernimmt die KI 90%. Wenn man irgendwas nicht weiß, Probleme oder Fragen hat hilft die Ki oder man bekommt innerhalb von 1-2 Tagen direkt Hilfe von einem Steuer-Coach. UI auch sehr schön und leicht zu bedienen. Absolute Empfehlung von mir, wüsste nicht was man besser machen könnte!
vuno7
20.11.2025
Das Interface leitet einen super einfach durch alle relevanten Dinge: Konten, Einnahmen und Ausgaben, Steuern. Man wird sehr übersichtlich darauf hingewiesen, welche Steuern zu zahlen sind. Wenn man seine Buchhaltung in der Plattform pflegt, werden die Daten automatisch in die richtigen Steuerformulare übertragen. Bei Fragen gibt es den KI Chat und echte Ansprechpartner. Es macht richtig Spaß. Nachdem ich einige Änderungswünsche vorgeschlagen hatte, hat mir der Support sehr kulant geholfen und Nachbesserung versprochen.
Jonathan
20.05.2025
Ein super Steuerprogramm,das Rechnungen schreiben ist sehr einfach. Es ist alles sehr übersichtlich. Sehr gut ist die persönliche Beratung, wenn sie gebraucht wird.
Anonym
25.03.2026
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Christian
09.11.2025
Super App. Macht Buchhaltung, Rechnungen erstellen, Steuerzahlung und alles drum und dran sehr einfach. Und wenn man mal Fragen hat, haben die einen tollen Kundenservice. Wirklich empfehlenswert.
Kristina
27.02.2025
Ich liebe die App, ich bin super froh, endlich keinen Papierkram mehr zu haben. Ich hatte erst Probleme beim Upgrade auf meines Plans, aber der Support ist super schnell und hilfsbereit und so konnte ich in kürzester Zeit auch das Upgrade durchführen. Jetzt mit allen Funktionen ist es einfach noch so viel besser, da ich die Anwendung nun auch am PC nutzen kann und Zugriff auf den Chat mit den Steuer-Profis habe, die mich bei jeder Frage unterstützen. Einfach klasse!
LisNutz
11.05.2024
Ich finde das Team von Accountable sehr fachlich, professionell, schnelle Antworten (auch um 22 Uhr). Einfach ein gelungenes Produkt mit einem starken Team dahinter.
Willi H
09.04.2026
Eine sehr übersichtliche und intuitive App. Ich nutze sie seitdem ich meine Selbstständigkeit angefangen habe und habe seitdem noch keine Probleme damit gehabt, dass irgendwas nicht funktioniert hat oder ich den Überblick verloren habe. Außerdem ist es auch total nützlich, dass man Fragen zu Steuern usw. direkt an eine KI oder einen Steuer-Coach stellen kann
Niklas
28.03.2025
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