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Du glaubst, Selbstständigkeit ist ohne Geld unmöglich? Wir zeigen dir, dass es geht! Denn der Traum von der Selbständigkeit lässt sich oftmals auch ohne Eigenkapital mit überschaubaren finanziellen Mitteln verwirklichen. In diesem Beitrag verraten wir dir, wie man ein Unternehmen auch ohne Eigenkapital gründen kann und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt, um deinen Kapitalbedarf für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit zu decken.
1. Selbstständig machen: Ideen, wie es auch ohne Eigenkapital klappt
Ein Unternehmen ohne Eigenkapital zu gründen, klingt zunächst nach Wunschdenken. Schließlich können bereits die Gründungskosten dein Erspartes verschlingen. Dabei spielt z. B. auch die Wahl der Rechtsform eine entscheidende Rolle: Gründest du z. B. eine GmbH, musst du nicht nur mindestens 25.000 Euro Stammkapital einzahlen, sondern auch noch die Notar- und andere Gebühren begleichen, bevor deine Selbstständigkeit überhaupt begonnen hat. Willst du dich selbstständig machen, ohne Eigenkapital zu haben, solltest du also zuerst überlegen, wie du Geld sparen kannst.
Entscheide dich allem voran für eine Rechtsform, die nicht nur zu deinem Vorhaben passt, sondern bei der auch die Gründungskosten so niedrig wie möglich sind, z. B. für eine GbR. Eine gewisse Menge an Startkapital wirst du jedoch grundsätzlich benötigen, um in deine Selbstständigkeit zu starten – auch wenn du damit nur Arbeitsmaterialien wie einen Laptop anschaffst. Überlege genau, wie hoch dein Kapitalbedarf zu Beginn deiner Tätigkeit sein wird. Dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten, Geld zu sparen, wie die folgenden Beispiele zeigen:
Viele Geschäftsmodelle lassen sich auch im Homeoffice realisieren. Das spart dir das teure Anmieten von Büroräumen.
Ein Online-Geschäftsmodell ist der günstigste und flexibelste Weg in die Selbstständigkeit. Ein weiterer Vorteil: Du erreichst bereits mit einer einfachen und günstigen Website unzählige Kunden.
Mache dich zunächst nur nebenberuflich selbstständig. Das verringert dein finanzielles Risiko, da du weiter ein regelmäßiges Gehalt beziehst, mit dem du deine Lebenshaltungskosten zahlen kannst. Zudem bleibst du mit einer bestehenden Festanstellung sozial abgesichert und musst z. B. deine Krankenversicherung nicht selbst zahlen.
Bei einer Solo-Selbstständigkeit verwertest du deine eigene Arbeitsleistung und musst kein Gehalt an Mitarbeiter zahlen.
Gründe gemeinsam mit anderen. Als Co-Founder eines Unternehmens kannst du anstelle von Geld auch dein Know-how oder deine Erfahrung als Kapital einbringen.
2. Franchise-Unternehmen: Ohne Eigenkapital selbstständig sein
Nicht nur ohne Eigenkapital, auch ohne eigene Geschäftsidee ist es möglich, sich selbstständig zu machen, nämlich als Franchise-Nehmer:in. Der Vorteil: Eine Filiale eines Franchise-Unternehmens lässt sich ganz ohne Eigenkapital eröffnen. Der jeweilige Franchise-Anbieter verlangt lediglich eine Lizenzgebühr und setzt voraus, dass du über die persönlichen Fähigkeiten verfügst, eine Franchise-Filiale erfolgreich zu führen. Dazu musst du zunächst einen Bewerbungsprozess durchlaufen, an dessen Ende du mit etwas Glück selbständiger Franchise-Nehmer bist. Sich auf diese Weise selbstständig zu machen, also ohne Eigenkapital, ist z. B. in der Gastronomie möglich.
Doch egal, für welches Franchise-Konzept du dich entscheidest, die Vorteile sind stets die gleichen: Als Gründer muss du dein Geschäftsmodell nicht erst testen, sondern steigst vielmehr in eines ein, das bereits erfolgreich erprobt wurde. Zudem profitierst du von der bereits bestehenden Markenbekanntheit und der damit verbundenen Marktpräsenz des jeweiligen Franchise-Gebers.
3. Finanzierung: Selbstständigkeit ohne Eigenkapital
Wer sich selbstständig machen möchte, ohne über Eigenkapital zu verfügen, hat es deutlich schwerer, einen Kredit von einer Bank zu bekommen, um sein Vorhaben zu verwirklichen. Denn diese sind ohne entsprechende Sicherheiten in der Regel nicht dazu bereit, höhere Kreditsummen bereitzustellen. Gut zu wissen: Bei dem vorausgesetzten Eigenkapital muss es sich nicht unbedingt um Geld handeln. Als Sicherheit bzw. Eigenkapital gelten auch Immobilien, Fahrzeuge oder Wertpapiere.
Falls du z. B. gerade erst dein Studium beendet hast und deine Geschäftsidee sofort verwirklichen willst, wirst du in der Regel noch nicht viel angespart haben oder größere Vermögensgegenstände besitzen. Trotzdem ist es nicht unmöglich, an Fremdkapital für deine Gründung zu kommen. Die Grundvoraussetzung dafür ist in den meisten Fällen ein durchdachter Businessplan, aus dem im Idealfall hervorgeht, dass schnell mit Gewinnen zu rechnen ist und dein Geschäftsmodell tragfähig ist. Damit ergeben sich auch ohne Kapital verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Bootstrapping
Falls sich deine Selbstständigkeit mit überschaubaren Mitteln realisieren lässt und du etwas Geld angespart hast, bist du vielleicht gar nicht auf Fremdkapital angewiesen und benötigst keinen detaillierten Businessplan für die Bank. Diese Art der eigenständigen Finanzierung ohne Fremdkapital nennt sich „Bootstrapping“ und bietet sich z. B. an, wenn du dich zunächst nur nebenberuflich selbstständig machen willst.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: KfW-Gründerkredit
Wenn du dich selbstständig machen willst, ohne Eigenkapital zu haben, deine Ersparnisse für deine Gründung aber nicht ausreichen, kannst du diese in Form des Gründerkredits der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom Staat fördern lassen. Bei einem Kapitalbedarf von bis zu 125.000 Euro kannst du z. B. das „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ in Anspruch nehmen. Dieses hat folgende Konditionen:
Laufzeit von fünf oder zehn Jahren
zwei tilgungsfreie Jahren
festgeschriebener Zinssatz
keine Sicherheiten vorgeschrieben
kein Eigenkapital nötig
Allerdings ist eine der Voraussetzungen, um das StartGeld zu beantragen, die Vorlage eine detaillierten Businessplans – wie bei deiner Hausbank.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Gründungszuschuss und Einstiegsgeld
Falls du dich aus einer Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen willst, fördert das Arbeitsamt dein Vorhaben in der Startphase unter Umständen mit dem sogenannten „Gründungszuschuss“. Die Voraussetzung dazu ist, dass du Arbeitslosengeld I beziehst. Wird deinem Antrag stattgegeben, erhältst du sechs Monate lang 300 Euro, um während dieser Zeit deine Lebenshaltungskosten zu zahlen. Falls du Arbeitslosengeld II beziehst, kannst du das „Einstiegsgeld“ beantragen. Die Höhe des monatlichen Zuschusses hängt dann von deiner individuellen Situation ab.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Stipendien
Falls du bereits während deines Studiums eine innovative Geschäftsidee hast, können dich auch bestimmte staatliche Förderprogramme dabei unterstützen, ein Unternehmen ohne Eigenkapital zu gründen. Dabei kann es sich um eine nicht rückzahlbare Investition oder einen Kredit mit Sonderkonditionen handeln.
Das EXIST-Gründerstipendium zählt dabei zu den bekanntesten Förderprogrammen und unterstützt Hochschulabsolventen beispielsweise ein Jahr lang monatlich mit bis zu 3.000 Euro für Lebenshaltungskosten und bis zu 30.000 Euro für Sachausgaben und Coachings.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Bürgschaftsbanken
Wie bereits erwähnt, ist eine Kreditvergabe durch eine Bank in der Regel mit Sicherheiten verbunden, die du bereitstellen musst. Besitzt du diese nicht, kann eine Bürgschaftsbank sie durch eine öffentlich geförderte Bürgschaft bereitstellen. Dabei handelt es sich um Förderbanken, die vom Staat unterstützt werden.
Die Bürgschaftsbank übernimmt für dich einen Teil des Kreditausfallrisikos, wenn du dich selbstständig machen willst, ohne Eigenkapital zu haben. Als Voraussetzung für eine solche geförderte Bürgschaft gilt: Du musst ein tragfähiges Geschäftsmodell und einen detaillierten und erfolgsversprechenden Businessplan vorlegen.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Business Angel
Sich selbstständig machen, ohne über Eigenkapital zu verfügen, gilt als interessante Investitionsmöglichkeiten für Business Angel. Dabei handelt es sich um ein:e erfahrene:n Unternehmer:in, der bzw. die dir als Privatperson sein bzw. ihr Geld zur Gründung zur Verfügung stellt. Dabei profitierst du neben dem Kapital auch vom unternehmerischen Know-how und Netzwerk eines Angel-Investors. Die Beteiligung erfolgt dabei über eine Unternehmensbeteiligung.
Finanzierung deiner Selbständigkeit ohne Eigenkapital: Crowdfunding
Das Crowdfunding ist eine beliebte Art der Finanzierung einer Selbständigkeit ohne Eigenkapital. Dabei präsentierst du dein Geschäftsmodell auf einer Plattform und kannst es von den verschiedensten Investoren, so auch Privatpersonen, mit kleinen Summen finanzieren lassen,
Als Gegenleistung erhalten deine Investoren meist weder Unternehmensanteile noch ein Mitspracherecht, sondern werden prozentual an deinen zukünftigen Gewinnen beteiligt.
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31.03.2026
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vuno7
20.11.2025
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LisNutz
11.05.2024
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09.04.2026
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