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Krypto Mining und Steuern – das musst du beachten

Aktualisiert am
Lesezeit 2 minuten

Berufe wie der des gewerblichen Krypto-Miners sind zwar noch relativ neu, doch mit der stetigen Etablierung von Kryptowährungen wächst auch die Bekanntheit  solcher Krypto-Berufe. Doch wie muss Gewinn daraus dann versteuert werden? Hier erfährst du mehr dazu:

Was ist Krypto Mining?

Krypto Mining, z.B. von Bitcoin, ist der Prozess, mit dem neue Bitcoins errechnet und in Umlauf gebracht werden. Zum Mining, oder “Schürfen” von neunen Bitcoins werden Rechner mit extrem hoher Rechenleistung benötigt, die die Absicherung und Verarbeitung der Transaktionen und Synchronisierung aller Nutzer im Netzwerk ermöglichen. Miner aus der ganzen Welt bilden quasi ein dezentrales Rechenzentrum für eine Kryptowährung. 

Wird ein Bitcoin Block erfolgreich gelöst, also war das Mining erfolgreich, erhält der Miner eine Auszahlung in Bitcoin als verdienst.

Fürs Krypto Mining selbstständig machen?

Wenn du nur gelegentlich mal Mining betreibst und damit unter einem jährlichen Umsatz von 256€ bleibst, musst du dafür in der Regel keine Steuern zahlen und dich dafür auch nicht selbstständig machen. Denn diese Gewinne fallen unter “andere Einkünfte”, die man nicht versteuern muss, wenn sie unter der Freigrenze von 256€ bleiben. 

Wichtig ist aber, wenn du mit Mining regelmäßig Geld verdienen möchtest, kann es sein, dass du dich dafür selbstständig machen musst. Damit du als gewerblicher Miner giltst muss:

  • ersichtlich sein, dass mit der Tätigkeit Gewinn erzielt werden soll (Gewinnerzielungsabsicht)
  • deutlich sein, dass das Mining eine wiederholende Tätigkeit ist (Nachhaltige Betätigung)
  • die Tätigkeit gegen Bezahlung und öffentlich angeboten wird (Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr)

Grundsätzlich fällt der Beruf des beruflichen Krypto Miners unter die gewerblichen und nicht unter die freiberuflichen Tätigkeiten. Du musst dafür also ein Gewerbe anmelden und auch Gewerbesteuer zahlen. Bist du als gewerblicher Miner tätig, sind deine Gewinne daraus komplett steuerpflichtig. Das bedeutet, du musst darauf Einkommensteuer und Gewerbesteuer zahlen. Letztere ist Teil deiner Einkommensteuererklärung, die du einmal im Jahr einreichst. Dies trifft aber wiederum nur auf dich zu, wenn dein Ertrag im Jahr die Freigrenze von 24.500€ übersteigt.

Außerdem musst du dich mit dem “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung” beim Finanzamt anmelden. Beides ist weniger kompliziert, als es klingt: 

➡️Hier erfährst du, wie du dein Gewerbe bei deinem Gewerbeamt registrierst. 

➡️Hier erfährst du alles zur Anmeldung beim Finanzamt.

Arbeitest du hauptberuflich als Arbeitnehmer*in und möchtest Mining nebenberuflich betreiben, ist dies auch kein Problem. Allgemein ist aber empfehlenswert, den/die Arbeitgeber*in über eine neue nebenberufliche Tätigkeit zu informieren. 

Beim Krypto Mining Steuern sparen

Gehörst du zu den regelmäßigen Minern von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen und erzielst damit Gewinne, musst du dies auch in deiner Steuererklärung angeben. Du kannst dadurch aber auch gleichzeitig jede Menge Kosten von der Steuer absetzen. 

Kaufst du dir etwa spezielle Miner Hardware oder einen Computer, den du überwiegend zum beruflichen Mining verwendest, kannst du diese abschreiben und als Betriebsausgaben absetzen. 

Auch der Strom fürs Mining ist steuerlich absetzbar. Denn dein Stromverbrauch kann durch die hohen Rechenleistungen, die das Kryptomining erfordert, um einiges höher ausfallen. Dafür musst du allerdings nachweisen können, wie viel Stromverbrauch fürs Mining anfällt und wie viel davon auf deinen Privathaushalt zurückzuführen ist. Möglich ist dies etwa mit bestimmten Messgeräten oder separaten Stromzählern.   

Positiv ist, dass auf das Mining keine Umsatzsteuer anfällt.

Tipp von Accountable💡: Die Tätigkeit des gewerblichen Krypto Minings ist noch relativ neu und auch für viele Finanzämter noch Neuland. Daher ist es ratsam, sich an Steuerberater*innen zu wenden, die auf das Thema spezialisiert sind. Denn gerade zu Beginn kann es hilfreich sein, sich zum persönlichen Einzelfall und zu bestimmten steuerlichen Ausnahmen beraten zu lassen. 

Sophia Merzbach, creative writer und content producer
Sophia Merzbach, creative writer und content producer

Sophia liebt es zu lesen und kreative Texte zu schreiben. Sie freut sich sehr, Teil des bunten Teams von Accountable zu sein und wird langsam aber sicher zum Profi in Steuerfragen.
In ihrer Freizeit trifft man sie in der Boulderhalle, im Italienischkurs oder beim Entdecken ihrer neuen Heimat Berlin.

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