fbpx
de
Deutsch
de
Deutsch
Download Accountable

Als Selbstständige*r Einkünfte durch AirBnB? Das musst du wissen!

Lesezeit 3 minuten

Die eigene Wohnung über AirBnB zu vermieten ist für viele Leute eine gute Möglichkeit, sich etwas dazu zu verdienen. Du kannst einfach ein paar Fotos von deiner Wohnung machen, ein Inserat einstellen und dich anschließend zurücklehnen und auf die ersten Gäste warten. Richtig? Nicht ganz, denn einen entscheidenden Punkt solltest du bei deiner AirBnB-Tätigkeit nicht vergessen: Für die Vermietung über AirBnB musst du Steuern zahlen. Welche das sind, welche Freigrenzen es gibt und wie du die Vermietung in deiner Einkommensteuererklärung einträgst, verraten wir dir jetzt!

Darf ich meine Wohnung über AirBnB untervermieten?

Generell ist die Untervermietung deiner Wohnung über AirBnB in Deutschland erlaubt. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, musst du aber deinen Vermieter um Erlaubnis bitten, sonst kann dir im schlimmsten Fall eine Kündigung des Mietvertrags drohen. Außerdem kann es sein, dass du dir eine Genehmigung von deiner zuständigen Gemeinde einholen musst. Die Regelungen hierfür sind allerdings von Stadt zu Stadt unterschiedlich. 

In Berlin brauchst du beispielsweise dann eine Genehmigung, wenn du mehr als 50% deines Wohnraums vermieten möchtest. Stellst du bei AirBnB also zum Beispiel nur ein Zimmer zur Vermietung ein, benötigst du keine Genehmigung, sondern musst die Vermietung nur deinem Bezirksamt melden. Vermietest du jedoch die ganze Wohnung, musst du eine Genehmigung dafür einholen und dafür einmalig eine Gebühr zahlen.

In Köln hingegen kannst du deine Wohnung ohne Probleme bei AirBnB einstellen, wenn du sie nicht über einen längeren Zeitraum, sondern zum Beispiel nur dann, wenn du selbst im Urlaub bist, vermietest.

Du siehst also bereits an diesen beiden Beispielen, dass die Rechtslage sich innerhalb Deutschlands unterscheidet. Am besten kontaktierst du daher dein zuständiges Bezirksamt und fragst einmal nach, wie die genaue Rechtslage in deiner Stadt oder deiner Gemeinde ist. Damit bist du auf der sicheren Seite.

Wann muss ich für meine AirBnB-Einkünfte Steuern zahlen?

Grundsätzlich musst du deine Einnahmen aus einer Vermietung über AirBnB auch in deiner Einkommensteuererklärung angeben und dementsprechend auf den Gewinn Steuern zahlen.

Allerdings gelten dabei 3 Ausnahmen, die dich von der Zahlung von Steuern auf deine AirBnB-Einnahmen befreien können. Das ist der Fall wenn:

  • Deine Mieteinnahmen die Freibetragsgrenze von 520€ nicht überschreiten 
  • Deine gesamten Einkünfte die Steuerfreibetragsgrenze von 9.408€ für Ledige und 18.816€ für Verheiratete nicht übersteigen
  • Du mit der Vermietung deiner Wohnung keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgst. Das ist dann der Fall, wenn du mit der Vermietung nur Verluste erzielt hast.

Was ist mit Umsatzsteuer und Gewerbesteuer?

Wenn du generell umsatzsteuerpflichtig bist, musst du auf deine AirBnB-Einkünfte auch Umsatzsteuer zahlen. Falls du als Kleinunternehmer von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit bist, solltest du deine Einnahmen ganz genau im Blick haben und aufpassen, dass du mit den zusätzlichen Einkünften im Vorjahr nicht mehr als 22.000€ und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000€ verdient hast. Ansonsten musst du ab sofort Umsatzsteuer zahlen und kannst nicht mehr von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen.

Falls du außerdem neben der Vermietung deines Wohnraums noch weitere Zusatzleistungen wie zum Beispiel ein Frühstück, einen Fahrdienst oder einen Zimmerservice anbietest, musst du auch Gewerbesteuer auf deine Einkünfte aus AirBnB bezahlen. Handtücher und Bettwäsche darfst du aber gewerbesteuerfrei zur Verfügung stellen.

💡 Tipp von Accountable: Mit unserer App hast du stets einen aktuellen Überblick über deine Finanzen und siehst so ganz genau, wann du eventuell Gefahr läufts, Freibeträge zu überschreiten.

Wo muss ich meine AirBnB-Einnahmen angeben?

Deine Einnahmen aus der Vermietung bei AirBnB musst du in deiner Einkommensteuererklärung angeben. Das gilt übrigens auch, wenn du unter einem der oben genannten Freibeträge liegst oder keinen Gewinn mit der Vermietung erzielt hast.

Die Mieteinnahmen trägst du in ELSTER in der Anlage V Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ein. Das Formular umfasst zwei Seiten, in denen du neben den Mieteinnahmen auch deine mit der Vermietung anfallenden Kosten steuermindernd angeben kannst. 

Zu den absetzbaren Werbungskosten gehören dabei unter anderem:

  • Anteilige Mietkosten
  • Anteilige Nebenkosten (Heizung, Wasser, Strom)
  • Anteilige Renovierungs- und Instandhaltungskosten 
  • Finanzierungskosten für den Kauf des Wohnraums (wenn du Eigentümer und nicht Mieter bist)
  • Gebühren für AirBnB

Da du ja nicht das ganze Jahr über vermietest, darfst du die Kosten nur anteilig angeben. Dies berechnest du folgendermaßen:

Miet- oder Nebenkosten der Wohnung ÷ 365 x Anzahl der Tage, an denen du deine Wohnung vermietet hast

Fazit

Deine Wohnung über AirBnB zu vermieten kann dir ein schönes Nebeneinkommen bereiten. Dafür musst du jedoch sowohl die Erlaubnis deines Vermieters als auch ggf. eine Genehmigung deiner zuständigen Stadt oder Gemeinde holen. Sofern du mit den Einnahmen den Steuerfreibetrag übersteigst, musst du die Einkünfte außerdem versteuern und in der Anlage V deiner Einkommensteuererklärung angeben. 

Tino Keller, Geschäftsführer & Gründer von Accountable Germany
Tino Keller, Geschäftsführer & Gründer von Accountable Germany

Tino hat bereits zwei Unternehmen aufgebaut und kennt daher die Herausforderungen für Selbständige aus erster Hand. Mit Accountable will das Thema Steuern lösen.
Ansonsten freut sich Tino über die gelegentlichen Siege des 1. FC Köln und genießt gerne ein schönes Asado mit einem Glas Malbec im Kreis von Familie und Freunden.

Accounting team

Teste accountable
jetzt

Lass deine Steuern von einer App erledigen, die speziell dafür entwickelt wurde.

Bitte trage eine gültige Nummer ein